mini|Lage von Crathie and Braemar in Aberdeenshire Crathie and Braemar ist ein Civil Parish in der schottischen Council Area Aberdeenshire.Parish of Crathie and Braemar im Gazetteer for Scotland
Geschichte Der Parish Crathie and Braemar wurde zwischen 1811 und 1821 durch Verschmelzung der Parishes Crathie und Braemar gebildet. Die heutige Crathie Parish Church wurde 1895 fertiggestellt. Sie ersetzte ein Kirchengebäude aus dem Jahre 1804.
Der Name Crathie könnte sich von gälisch croit („Buckel“) oder creathach („Gestrüpp“) ableiten.James Brown Johnston: Place-names of Scotland, 1892, D. Douglas, Edinburgh, S. 75–76. (Digitalisat) Auch die Verschmelzung von crag und t(h)ir („steiniges Land“) bietet einen möglichen Ursprung.The New Statistical Account of Scotland, Band 12, William Blackwood &Sons, Edinburgh, 1845, S. 646–654. (Digitalisat) Bei Braemar handelt es sich um die Verkürzung von Braes of Mar, was „Hänge von Mar“ oder „Flussufer von Mar“ bedeutet.James Brown Johnston: Place-names of Scotland, 1892, D. Douglas, Edinburgh, S. 42. (Digitalisat)
mini|Balmoral Castle Die Halle bei Crathes Castle belegt die steinzeitliche Besiedlung der Region. Die Hauptnutzung des Standorts wird auf den Zeitraum von 3800 bis 3700 v. u. Z. datiert. Im Spätmittelalter teilte sich die Region in verschiedene Güter. Zu den bedeutendsten Herrensitzen zählt das im späten 14. Jahrhundert errichtete Kindochrit Castle, das König Robert II. als Jagdsitz nutzte. Die Tower Houses Abergeldie Castle und Invercauld House entstanden im Laufe des 16. Jahrhunderts. Die heutige Mar Lodge ist ein Herren- und Jagdsitz, welchen Alexander Duff, 1. Duke of Fife im mittleren 19. Jahrhundert errichten ließ. Sie ist bereits der dritte Herrensitz an diesem Standort.National Trust for Scotland: The Lodge Von nationaler Bedeutung ist ebenfalls das weitläufige königliche Anwesen von Balmoral Castle. Als Gut der Earls of Mar ist das Anwesens seit 1451 urkundlich belegt. Im frühen 16. Jahrhundert entstand dort ein Tower House, welches der Vorläufer des heutigen Schlosses ist.
Einwohnerzahlen Jahr 1801 1811 1821 1831 1841 1851 1861 1871 1881 1891 1901 1911 1921 1931 1951 1961 1971 2022 EinwohnerScotland Census 1911, S. 167–180. (Digitalisat)Crathie and Braemar Parish : Total Population, visionofbritain.org.ukScotland Census 2022 1876Summe der Parishes Braemar und Crathie 1801 1965Summe der Parishes Braemar und Crathie 1811 1897 1808 1712 1788 1574 1566 1611 1534 1452 1401 1554 1245 1291 1061 808 824 MännerCrathie and Braemar Parish : Males & Females, visionofbritain.org.uk 854 929 907 856 816 853 759 806 722 698 660 695 603 610 Frauen 1022 1036 990 952 896 935 807 805 812 754 741 859 642 681
Von den 1401 im Jahre 1911 verzeichneten Personen waren 660 männlichen und 741 weiblichen Geschlechts. Sie teilten sich auf 371 Familien auf. Von den 422 verzeichneten Häusern waren 361 bewohnt.
mini|Panorama über das westliche Crathie and Braemar
Lage und Beschreibung Der Parish Crathie and Braemar liegt im äußersten Südwesten der Council Area beziehungsweise der traditionellen Grafschaft Aberdeenshire. Historisch handelte es sich um einen Grenzparish zu den benachbarten Grafschaften Morayshire im Norden, Angus (Forfarshire) im Südosten, Perthshire im Südwesten und Inverness-shire im Westen. Diese entsprechen den heutigen Grenzen zu Moray, Angus, Perth and Kinross und Highland. Innerhalb des Parishs befindet sich die Quelle des Dee, welcher den Parish komplett durchfließt. Zahlreiche seiner Zuflüsse entlang des Oberlaufs münden innerhlab von Crathie and Braemar ein, darunter Geldie Burn, Lui Water, Ey Burn, Clunie Water, Feardar Burn, Gelder Burn und Girnock Burn. Im Osten des Parishs markieren Dee und Girnock Burn die Parishgrenze. Crathie and Braemar besitzt mehrere Seen, von denen Loch Etchachan, Loch Vrotachan, Loch Callater und Lochnagar die größten sind.Karte der Ordnance SurveyCrathie and Braemar in: Francis H. Groome (Hrsg.): Ordnance Gazetteer of Scotland: A Survey of Scottish Topography, Statistical, Biographical and Historical, Grange Publishing Works, Edinburgh, 1882–1885.
Crathie and Braemar liegt im Zentrum der Cairngorms. Mit dem Ben Macdui (1309 Meter), dem Braeriach (1296 Meter) und dem Cairn Toul (1291 Meter) befinden sich drei der vier höchsten Berge Schottlands und des Vereinigten Königreichs innerhalb von Crathie and Braemar. Nur der Ben Nevis als höchster Berg liegt außerhalb. Es steht im Wesentlichen Granit, jedoch auch Gneis, Kalkstein und Quarze an. In den Ebenen finden sich sandige und lemige Böden. Der Parish umfasst weitläufige Fichten-, Lärchen- und Birkenwälder.
Es umgeben die Parishes Glenmuick, Tullich and Glengairn und Strathdon in Aberdeenshire, Glenisla und Cortachy and Clova in Angus, Alvie und Duthil and Rothiemurchus in Highland sowie Blair Atholl und Kirkmichael in Perth and Kinross. Der Parish umfasst eine Fläche von 740,1 Quadratkilometern und ist damit mit Abstand der flächenmäßig größte Civil Parish Abredeenshires. Die Hauptverkehrsstraße Crathie and Braemars ist die von Perth nach Aberdeen führende A93.
Einzelnachweise
Weblinks
Records for Crathie and Braemar, scotlandspeople.gov.uk
Kategorie:Civil Parish in Aberdeenshire