Haakon Sandberg (geb. 30. August 1924 in Bergen; gest. 30. Dezember 2013) war ein norwegischer Filmemacher und Produzent.

Leben und Werk Haakon Sandberg war der Sohn von Sverre Aall Sandberg (1880–1963) und Hanna Fretheim. Bereits als Kind betrieb Haakon Sandberg mit seinem Zwillingsbruder Sverre im Keller des Elternhauses ein „Kino“ und zeigte gegen 5 bis 10 Øre Eintritt den Kindern der Nachbarschaft Filme mit einem Projektor, den ihnen eine Tante zu Weihnachten geschenkt hatte. 1994 legten die Brüder das Examen artium ab und Haakon studierte Cinematographie in Kopenhagen, während Sverre eine Ausbildung am New York Institute of Photography begann. Gemeinsam gründeten sie 1948 die Filmgesellschaft Svekon Film. 1950 heiratete Sandberg Liv Anfindsen, die ihren Lehrerberuf aufgab und in Vollzeit für Svekon Film als Autorin und Produzentin arbeitete.

In den Anfangsjahren produzierten sie hauptsächlich Dokumentationen für ausländische Märkte, insbesondere für Columbia Broadcasting System und das US-amerikanische Fernsehen. Erst ab Mitte der 1950er Jahre waren sie auch im norwegischen Rundfunk vertreten, zunächst mit Kindersendungen (Grapus, 1955) und zunehmend mit Dokumentationen zu Gesellschaftsthemen. Zwischen 1962 und 1992 entstanden zehn Filme der Anno-Reihe, die jeweils als Filmtagebuch wichtige Geschehnisse eines Jahres in Bergen dokumentieren.

Haakon und Liv Sandberg bekamen zwei Söhne, Øyvind und Sverre, und waren bis zu Haakons Tod am 30. Dezember 2013 verheiratet.

Produktionen Gråpus som forsvant, 1955 Bergen Havn, 1958 Anno-Filme, 10 Filme, 1960–92 Uten opprør, 1972 Hanseatene, 1979 To hus tett i tett, 1985

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