mini|hochkant|Jacek Taylor (2008) Jacek Edward Taylor (* 25. September 1939 in Posen) ist ein polnischer Politiker (UD, UW). Er war von 1991 bis 1997 Abgeordneter des Sejm in der I. und II. Wahlperiode.

Leben und Beruf Jacek Taylor studierte Rechtswissenschaft an der Adam-Mickiewicz-Universität Posen und schloss das Studium 1962 ab. Anschließend war er von 1968 bis 1991 als Rechtsanwalt in Danzig tätig. 1997 übernahm er die Leitung des Amtes für Kriegsveteranen und Opfer von Unterdrückung. 2001 wurde er Staatsanwalt an der Oberstaatsanwaltschaft Danzig, bis er 2004 in den Ruhestand ging. 2008 wurde er als Vertreter des Ministeriums für Staatsvermögen in den Vorstand der Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung entsandt. Er ist Mitglied der Weltvereinigung der Soldaten der Polnischen Heimatarmee.„Upamiętniliśmy zdobycie budynku PAST-y przez Powstańców Warszawskich w 1944 roku“ auf armiakrajowa.org.pl, abgerufen am 28. Mai 2026. 2023 wurde er Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung „Polskiego Państwa Podziemnego“.„Powołano nową Radę Fundacji Polskiego Państwa Podziemnego“ auf armiakrajowa.org.pl, abgerufen am 28. Mai 2026.

Politik Taylor engagierte sich ab 1978 oppositionell. Zunächst war er bei der Danziger freien Gewerkschaft „Wolne Związki Zawodowe Wybrzeża“ (WZZW) und später in der ebenfalls unabhängigen Gewerkschaft Solidarność, in der die WZZW aufgegangen war, tätig. Er war Mitglied des Gefangenenschutzvereins „Patronat“. Nach Ausrufung des Kriegsrechts entging er im Dezember 1981 aufgrund einer Warnung des Geheimdienstoffiziers Adam Hodysz, der mit der Opposition zusammenarbeitete, der Verhaftung und tauchte vorübergehend unter. In den 1980er Jahren war er einer der maßgeblichen Strafverteidiger bei politischen Prozessen gegen Solidarność-Mitglieder. Er verteidigte unter anderem Zofia Romaszewska, Zbigniew Romaszewski, Andrzej Gwiazda und Adam Hodysz.

In der Wendezeit nahm Taylor an den Gesprächen am Runden Tisch in der Untergruppe für Justiz- und Gerichtsreform teil. Bei der ersten vollständig freien Parlamentswahl 1991 wurde er für die Unia Demokratyczna (UD) über die gesamtpolnische Verteilung in den Sejm gewählt.Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 504. Bei der Wahl 1993 wurde er im Wahlkreis Danzig wiedergewählt.Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 644. Durch die Fusion der UD mit dem Kongres Liberalno-Demokratyczny wurde er 1994 Mitglied der dadurch entstandenen Unia Wolności (UW). Für die UD bewarb er sich bei der Parlamentswahl 1997 vergeblich um ein Mandat.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 28. Mai 2026.

Aus Anlass des vierten Jahrestages der Ermordung des Danziger Stadtpräsidenten Paweł Adamowicz konstatierte Taylor im Januar 2023, dass dieser ein Opfer einer beispiellosen medialen Hetzkampagne geworden sei, wie es sie seitt dem Ende der Kommunistischen Herrschaft nicht mehr gegeben habe. Adamowicz sei in den staatlichen zu Unrecht der Korruption beschuldigt worden und als Dieb und Nicht-Pole verunglimpft worden. Dafür trage die damalige PiS-Regierung die Verantwortung.„Taylor: Gdyby nie ta zbrodnia, której padł ofiarą, Paweł Adamowicz byłby dziś w czołówce polskich polityków ogólnokrajowych“ auf www.zawszepomorze.pl, abgerufen am 13. Juni 2026.

Ehrungen 2011 Kommandeurskreuz des Ordens Polonia RestitutaVerleihnachricht in Monitor Polski 2011, Nr. 109, S. 7160.

Weblinks

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Einzelnachweise

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