Die Alexianer Klinik Bosse Wittenberg ist ein Fachkrankenhaus für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Lutherstadt Wittenberg.

Geschichte links|mini|hochkant=0.5|Gedenktafel in der Bossestraße Die Klinik wurde 1936 vom deutschen Chirurg und Gynäkologen Paul Bosse als Geburtshilfeklinik in dessen Wohnhaus gegründet, nachdem er seine Anstellung als Chefarzt aufgrund der jüdischen Abstammung seiner Ehefrau verloren hatte. Zwei Jahre nach Bosses Tod übernahm der Caritasverband Magdeburg die Klinik.

1994 wurden eine psychiatrische Abteilung und eine Tagesklinik eröffnet, da sich die Geburtshilfeklinik nach einem Rückgang der Geburtenrate zu Beginn der 1990er Jahre nicht mehr rentierte. Die Abteilung Geburtshilfe wurde zwei Jahre später geschlossen und stattdessen eine neurologische Abteilung eröffnet, eine geriatrische Tagesklinik folgte zwei Monate darauf.

Da die Abteilungen zu diesem Zeitpunkt über mehrere Standorte verteilt waren, begann 1997 der Neubau der Klinik an ihrem heutigen Standort, der 1999 in Betrieb genommen wurde und seitdem von den Alexianern geführt wird.

2012 wurde in Kooperation mit dem Evangelischen Krankenhaus Paul Gerhardt Stift eine Stroke Unit in Betrieb genommen.

Fachgebiete Das Krankenhaus bietet stationäre Leistungen in den Bereichen Neurologie – unter anderem mit den Schwerpunkten Parkinson und Schlaganfall – und Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Die Akutbehandlung von Schlaganfall-Patienten erfolgt in Kooperation mit dem Evangelischen Krankenhaus Paul Gerhardt Stift auf der dortigen Stroke Unit.

Teilstationäre Behandlungen erfolgen in einer psychiatrischen Tagesklinik, ambulant werden eine psychiatrische Institutsambulanz und Ergo-, Sozio- und Musiktherapie sowie ambulante psychiatrische Pflege angeboten.

Einzelnachweise

Bosse Wittenberg Kategorie:Unternehmen (Lutherstadt Wittenberg) Kategorie:Unternehmensgründung 1936 Bosse Wittenberg