mini|Kathedrale des Heiligen Gregor des Erleuchters in Gəncə Die Kathedrale des Heiligen Gregor des Erleuchters ist eine armenische apostolische Kirche aus dem 19. Jahrhundert in Gəncə, der zweitgrößten Stadt Aserbaidschans. Seit der Vertreibung der Armenier aus Aserbaidschan am Ende des 20. Jahrhunderts steht sie leer. Das historische Kreuz auf der Kuppel ist abgerissen.
Geschichte und Architektur Der Grundstein der Kirche wurde im September 1853 gelegt. Eingeweiht wurde sie im November 1869 durch den Erzbischof Makar Barchudarjants, das Oberhaupt der Diözesen Georgien und Imeretien. Barchudarjants, der in seiner Zeit auch als Ethnograf und Archäologe bekannt war, beschreibt die Kirche in Gəncə als der armenischen St.-Jakobus-Kathedrale in Jerusalem ähnlich. Die Kathedrale verfügt über drei Eingänge an der Süd-, Nord- und Westseite, jedoch nur über eine kleine Vorhalle. Die Länge der Kathedrale beträgt 30,5 Meter, die Breite 19,7 Meter. Sie war von einer aus behauenen Steinen errichteten Mauer umgeben. In den Schlussstein des Bogens des südlichen Mauertores hatte der Steinmetz eine Kette mit einem daran befestigten Kreuz eingearbeitet. Über dem Tor standen zwei steinerne Erzengel, die Hörner bliesen. Die Mauer wurde von einem eisernen Gitter gekrönt.
Barchudarjants berichtet, dass in der Kirche zur Zeit seines Besuchs gegen Ende des 19. Jahrhunderts fünf Priester dienten. Dort wurde außerdem ein handgeschriebenes Evangeliar aufbewahrt. Beim Kirchengebäude bestand Ende des 19. Jahrhunderts eine allgemeine Pfarrschule.
Heute wird die Kathedrale nicht mehr genutzt und steht leer. Sie ist als Architekturdenkmal (Nr. 3854) registriert, steht unter staatlichem Schutz und befindet sich im Zuständigkeitsbereich der regionalen Abteilung Gəncə des Ministeriums für Ökologie und Natürliche Ressourcen Aserbaidschans.
Weblinks
Literatur und Einzelverzeichnisse
Ganca Ganja Ganja Ganja Kategorie:Erbaut 1869 Gəncə Kategorie:Bauwerk in Gəncə Kategorie:Armenische Apostolische Kirche Kategorie:Kulturdenkmal (Aserbaidschan)