Hochwürden wird Papa ist ein österreichischer Fernsehfilm aus dem Jahr 2003 von Regisseur Otto Retzer nach einem Drehbuch von Erich Tomek. Nach Hochwürden erbt das Paradies (1993) und Hochwürdens Ärger mit dem Paradies (1996) ist dies der dritte Film mit Hans Clarin als Hochwürden.
Handlung Auf einer Bergwiese über St. Gilgen am Wolfgangsee führt Pfarrer Hannes Jagermüller Trauungen durch. Hotelier und Bürgermeister Oskar Lindner versucht ihm das zu verbieten und plant, dort ein Hotel, eine Seilbahn und Skipisten zu errichten, um Arbeitsplätze zu schaffen. Jagermüller ist als Mitglied des Gemeinderates dagegen.
Auch der aus St. Gilgen stammende Tristan Meyer, der Neffe von Bürgermeister Lindner, und seine Freundin Eva Ebner aus Berlin wollen sich dort vermählen. Eigentümerin des Grundstücks ist Tristans Jugendliebe Senta Viotti, die noch immer in Tristan verliebt ist und versucht, die Hochzeit zu verhindern. Die Gemeinde würde ihr das Grundstück gerne abkaufen. Lindner bietet Senta dafür eine 15-prozentige Beteiligung, damit könnten die Viottis ihr Palais erhalten. Von seinem Neffen verlangt Lindner, Eva zu verlassen, weil diese nicht nach St. Gilgen passe, und stattdessen Senta zu heiraten, weil diese eine „gute Partie“ wäre.
Der singende italienische Starkoch Enrico Beloni soll das Ristorante Mario erben, unter der Bedingung, dass er sich um die Hündin des verstorbenen Mario kümmert. Dafür muss er seine Abneigung gegen Hunde überwinden. Falls er das Erbe nicht antritt, fällt dieses an die Gemeinde, weshalb der Bürgermeister bereits den Umbau plant. Senta ist außerdem auf der Suche nach ihrem leiblichen Vater. Infrage kommen laut Sentas Mutter Elsa Viotti, die früher Elsa Charell hieß, Bürgermeister Lindner, Hochwürden Jagermüller sowie Koch Enrico Beloni. Oskar war Page in dem Hotel, in dem Elsa im Jahr 1977 gewohnt hatte, Enrico arbeitete in der Küche. Hannes hatte ihr die Kirchen Venedigs gezeigt.
Lindner engagiert den Schauspieler Tobi Bischof, den Zwillingsbruder des Erzbischofs von Salzburg. Dieser soll für ihn den Erzbischof spielen, um Pfarrer Jagermüller zu beeinflussen, damit dieser den Plänen des Bürgermeisters zustimmt. Allerdings taucht zwischenzeitlich der echte Salzburger Erzbischof auf, den Lindner für den von ihm engagierten Schauspieler hält, während der Pfarrer den Schauspieler für den echten Erzbischof hält. Der Schwindel fliegt allerdings bald auf.
Eva wird auf Senta, die Tristan weiter bedrängt, eifersüchtig und sagt die Hochzeit ab. Senta vereinbart mit Lindner, ihm den Berg zu überlassen, im Gegenzug soll er dafür sorgen, dass Tristan Senta heiratet. Vor dem Traualtar auf der Bergwiese lässt Tristan Senta stehen, während sich Eva mit einem Gleitschirm aus der Luft der Hochzeitsgesellschaft nähert. Eva und Tristan feiern im Restaurant von Enrico ihre Hochzeit. Senta überträgt den Berg Hannes. Elsa schlägt Oskar eine Beteiligung an ihrem Palais vor, wo sie ein Hotel betreiben möchte. Senta glaubt, anhand eines Muttermals den Taxifahrer als ihren tatsächlichen leiblichen Vater ausfindig gemacht zu haben.
Produktion und Hintergrund Die Dreharbeiten fanden im August und September 2002 in St. Gilgen am Wolfgangsee statt.
Produziert wurde der Film von der österreichischen Lisa Film, Herstellungsleiter war Alfred Strobl, Produktionsleiter David Spiehs und Aufnahmeleiter Peter Altendorfer. Beteiligt war die ARD Degeto.
Die Kamera führte Claus Peter Hildenbrand, die Montage verantwortete Biljana Grafwallner und das Casting Nicole Schmied. Die Musik stammte von Willie Spanbloechel. Das Kostümbild gestaltete Barbara Demuth, das Szenenbild Walter Dreier, den Ton Simon Buchner, Oscar Kravina und Martin Löcker und die Maske Martin Alexander Geisler und Christine Krebs.
Veröffentlichung Im Ersten wurde der Film am 23. Mai 2003 erstmals ausgestrahlt. Die Erstausstrahlung auf ORF 2 war am 30. November 2003.
Rezeption Filmdienst.de nannte die Produktion einen schlichten Schwank, der mit prominenten Fernsehdarstellern Heimatfilm-Niveau der 1950er-Jahre erreiche und nicht mehr als affirmative Unterhaltung mit nur scheinbarem Konfliktpotenzial biete.
tvspielfilm.de schrieb, dass Weppers Rolle an seinen Part in der Serie Um Himmels Willen erinnere. Der Rest sei peinliches Kasperletheater.
Weblinks
Hochwürden wird Papa auf lisafilm.at
Einzelnachweise
Kategorie:Österreichischer Film Kategorie:Filmtitel 2003 Kategorie:Fernsehfilm (ORF) Kategorie:Fernsehfilm (Das Erste) Kategorie:Filmkomödie