mini|Marin Ireland spielt Louise (Foto von 2025) The Dark and the Wicked ist ein US-amerikanischer Horrorfilm von Bryan Bertino aus dem Jahr 2020.

Handlung Als ihr Vater schwer erkrankt, kehren die Geschwister Louise und Michael zu ihren Eltern auf die Farm nach Texas zurück. Die Mutter hatte die beiden davor gewarnt, sich auf den Weg zu machen, und wünscht sich entschieden, dass ihre Kinder wieder abreisen. In der Nacht schneidet sie sich – als wäre es Gemüse – die Finger der linken Hand ab und erhängt sich anschließend in der Scheune. Später finden die Kinder im Tagebuch Hinweise auf die Ängste der Mutter, dass eine übersinnliche Macht nach dem Leben ihres Mannes trachtet. Auch erleben die Geschwister in den nachfolgenden Tagen selbst unheimliche Sachen: So erscheint ihnen die tote Mutter, der bettlägerige Vater steht plötzlich vor der Dusche, nicht angeschlossene Telefone klingeln und lassen die Stimme der toten Mutter hören und Lichtschalter werden wie von selbst an- und ausgeschaltet.

Pater Thorne, den sie wegen der Beerdigung kennenlernen, steht eines Nachts vor ihrer Farm und fordert sie auf, herauszukommen. Louise wird verdächtig und leuchtet ihm ins Gesicht, in dem sie weiße Augen und ein unnatürliches Grinsen erblickt. Nachdem sie kurz hin und her blicken, ist der nächtliche Besucher wieder verschwunden. Mitarbeiter Charlie versucht zunächst, Michael zu erreichen, das Telefon ist aber ausgesteckt. Ihm erscheint in seinem Wohnwagen eine Louise ähnliche, mit Schnittwunden übersäte Gestalt, die ihn schließlich dazu bringt, sich zu erschießen. Louise kann Charlie telefonisch nicht erreichen und ruft die Nummer vom Pater Thorne an. Die abnehmende Person ist allerdings gerade in Chicago und behauptet, nie in Texas oder auf der Farm gewesen zu sein. Da die Kinder sehr um ihren Vater fürchten, möchten sie ihn in ein Krankenhaus zu verlegen. Aufgrund des sich verschlechterten Gesundheitszustands rät ihnen ein Arzt jedoch dringlichst davon ab.

Mittlerweile wurde fast die gesamte Ziegenherde von etwas getötet, sodass die Geschwister die Kadaver verbrennen. Sie sehen weiterhin unheimliche Dinge: Michael erscheint die nackte Mutter in der Scheune, die sich ihm nähert und ihn auffordert, zu ihr zu kommen. Michael bekommt den Drang, sich die Kehle durchzuschneiden, kann aber widerstehen. Louise schläft neben ihrem Vater im Bett. Wenig später sieht sie ihren Vater an der Decke schweben, welcher sie auffordert, wegzulaufen. Am nächsten Morgen steht Charlies Enkelin vor der Farm und berichtet von Charlies Tod, entpuppt sich letztlich aber als Personifizierung des unbekannten Wesens. Michael hat mittlerweile die Flucht ergriffen, um zur Familie zurückzukehren, Louise empfiehlt er telefonisch das gleiche. Louise hört einen Schrei der den Vater pflegenden Krankenschwester, welche Louise angreift und bewusstlos schlägt. Sie tötet sich schließlich mit ihren Stricknadeln selbst.

In seinem Haus findet Michael Frau und Kinder tot auf. Es sieht aus, als habe seine Frau einen erweiterten Suizid mit dem Küchenmesser begangen. In dem Glauben, alles verloren zu haben, schneidet er sich die Kehle durch, muss dann aber erkennen, dass die Leichen von Frau und Kindern plötzlich fehlen. Seine Familie kommt kurz darauf zur Tür hinein und findet den an die Wand gelehnten, blutverschmierten Michael. Im Elternhaus erwacht Louise und will vom Grundstück fliehen, wird vom Husten des Vaters wieder zurück an dessen Krankenbett bewegt. Sie verspricht, ihn nicht allein zu lassen, er verstirbt dann in ihrer Anwesenheit. Sie bricht in Tränen aus, hört dann aber den Gesang ihrer toten Mutter, den zuvor Michael in der Scheune gehört hatte. Im Hintergrund sieht man den Vater wieder die Augen öffnen, der augenscheinlich Besessene erhebt sich aus dem Bett. Der Film endet mit einer Außenaufnahme der Scheune und einem Schrei von Louise.

Produktion Der Film wurde im April 2019 in Texas gedreht. Bei der verwendeten Farm handelt es sich um das Anwesen der Eltern von Regisseur und Drehbuchautor Bryan Bertino.

Kritiken Der Filmdienst vergibt 3 von möglichen 5 Sternen und schreibt: „Atmosphärisch dichter, ernsthafter Horrorthriller, der sich zwar allzu bekannter Versatzstücke des Genres bedient, diese aber klug und sinnig in die Handlung einbaut. Seine Wirkung entfaltet er dabei vor allem über die suggestive Kameraarbeit.“.

In seiner Kritik auf film-rezensionen.de verteilt Oliver Armknecht insgesamt 8 von 10 Punkten für den Film. Mit der Mischung aus Horrorfilm und Drama beweise Regisseur Bryan Bertino ein Gefühl für Atmosphäre und stimmungsvolle Bilder, wobei das Publikum im Unklaren gelassen wird bezüglich des Ursprungs des Schreckens und ob die Figuren diesen nicht gar verursachen. Das Setting spiele hierbei eine weitere Hauptrolle. Das normalerweise vertraute Heim werde zu einer unbekannten Größe, infiltriert von einer Macht. Neben den von Tristan Nyby erzeugten Bildern trage Tom Schraeders düstere Filmmusik zur Atmosphäre und Wirkung des Filmes bei. Armknecht lobt das Zusammenspiel von Marin Ireland und Michael Abbot Jr., wobei insbesondere Ireland als Louise beeindrucke, „zwiegespalten [...] zwischen der Verpflichtung gegenüber ihren Eltern und jenem Bedürfnis nach Schutz, was ihr Zuhause schon lange nicht mehr befriedigt“.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2020 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Horrorfilm