mini|Wappen derer von Döring im Album amicorum des Gottlob Heinrich von Döring, um 1745 Döring ist der Name eines ursprünglich sächsischen, später auch in preußischen Diensten stehenden Adelsgeschlechts.

Es besteht keine Stammverwandtschaft zu anderen gleichnamigen Familien, wie etwa dem Breslauer Patriziergeschlecht Döring, der braunschweigisch-lüneburgisch-mecklenburgisch-dänischenen Familie Döring oder dem mittelhessischen Adelsgeschlecht Döring zu Elmshausen.

Geschichte Die Stammreihe des Geschlechts beginnt mit Valentin Döring, Landrichter und Ratsherr in Zeitz, 1598–1605 Amtsschösser in Grimma. Eine kaiserliche Nobilitierung in die Reichsritterschaft mit Wappenbesserung erging am 27. September 1630 in Regensburg für dessen Sohn David von Döring (1577–1638), Herr auf Böhlen, Seelingstädt, Mühlbach und Lampertswalde, kursächsischer Kammer- und Bergrat, der 1602 Euphrosine Eulenbeck geheiratet hatte,Gothaisches genealogisches Taschenbuch der briefadeligen Häuser. 1909. Dritter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1909, S. 142. eine Tochter des Daniel Eulenbeck und der Eva, geb. von Schaderitz.August Wilhelm Bernhardt von Uechtritz: Diplomatische Nachrichten adeliche Familien betreffend, 4. Theil, Intelligenz-Comptoir, Leipzig 1792, S. 18.Valentin König: Genealogische Adels-Historie, Leipzig 1736, Tafel 218. Gleichzeitig wurde 1630 das Palatinat verliehen, ad personam für ihn und für seinen ältesten Sohn.Österreichisches Staatsarchiv: AT-OeStA/AVA Adel RAA 85.25 Döring, David, JUDr., kursächsischer Hofrat und Kammerrat, Adelsstand, Wappenbesserung und ad personam für ihn und für seinen ältesten Sohn: Palatinat, 1630.09.27 Die kursächsische Ausschreibung (Anerkennung) erfolgte am 7. Januar 1631. Am 13. Juni 1635 erhielt der vorgenannte David, Freiherr von Doering zu Böhlen, Selingstätt, Mülbach und Lampertswalda eine kaiserliche Bestätigung der Adelsverleihung von 1630.Österreichisches Staatsarchiv: AT-OeStA/AVA Adel RAA 85.26 Doering zu Böhlen, Selingstätt, Mülbach und Lampertswalda, David, Freiherr von, JUDr., Bestätigung der Adelsverleihung von 1630, 1635.06.13

Für die Brüder Wilhelm von Doering (1791–1866) und Karl von Döring (1797–1862), preußischer Major, sowie für die Brüder August von Döring (1788–1850), preußischer Oberstleutnant, und Ferdinand von Doering (1792–1877) ergingen am 26. Januar 1818, am 23. April 1819 bzw. am 18. Mai 1819 preußische Adelsdiplome mit Beibehaltung des Wappens von 1630.Maximilian Gritzner: Chronologische Matrikel der Brandenburgisch-Preußischen Standeserhöhungen und Gnadenacte von 1600–1873. Mitscher & Roestell, Berlin 1874, S. 82, S. 83, sowie Nachtrag S. 10.

Wappen

Das Wappen (1630) ist geviert, 1 und 4 in Schwarz einwärts ein zweischwänziger, gekrönter goldener Löwe, 2 und 3 in von Silber über Rot geteiltem Felde auf grünem Hügel ein grüner Palmbaum. Auf dem gekrönten Helm mit rechts schwarz-goldenen, links rot-silbernen Decken der Löwe, einen Palmbaum in den Pranken haltend.

Angehörige David von Döring (1577–1638), kursächsischer Rat Ernst Friedrich von Döring (1659–1726), kursächsischer Hofjustitiarius, Geheimer Rat und Kanzler des Stifts Naumburg und Zeitz Gottlob Heinrich von Döring (1722–1788), Domherr in Meißen, Regierungsrat des Hochstift Meißen in Wurzen, Rittergutsbesitzer und Kirchenpatron in Kleinliebenau Wilhelm von Doering (1791–1866), deutscher Generalleutnant Ferdinand von Doering (1792–1877), preußischer Generalmajor Wilhelm von Doering (1819–1870), deutscher Generalmajor Hans Georg von Doering (1866–1921), deutscher Offizier und Kolonialbeamter

Literatur Gothaisches genealogisches Taschenbuch der briefadeligen Häuser. 1909. Dritter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1909, S. 142–151. Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band 2, Friedrich Voigt, Leipzig 1860, S. 528–529. August Wilhelm Bernhardt von Uechtritz: Diplomatische Nachrichten adeliche Familien betreffend, 4. Theil, Intelligenz-Comptoir, Leipzig 1792, S. 17–45.

Weblinks Gemeinde Bennewitz: Die Erben von David von Döring. (Abgerufen am 26. Mai 2026.)

Einzelnachweise

Kategorie:Sächsisches Adelsgeschlecht