mini|Ritzenspitzen und Rotbühelspitze mini|Valisera mini|Klostertaler Umwelthütte und Sonntagspitze mini|Blick vom Gandakopf: Burg, Versettla, Madrisella, Heimbühel, Heimspitze (hinter der Fichte), Valisera, im Vordergrund die Bergstation der Versettlabahn mini|Burg oberhalb der Nova Stoba, in der Garneragruppe der Silvretta mini|Heimspitze und Valisera von Norden mini|Großlitzner und Großes Seehorn mini|Blick von der Rotfluh nach Westen: Vorne Tällispitz, Klostertaler Spitze, Klosterpass, dahinter Chessler, Leidhorn, Kleines Seehorn, ganz hinten Schildflue und Madrisahorn Die Westsilvretta ist eine Gruppe der Silvretta nach dem Alpenvereinsführer Silvretta oder Litzner-Plattenspitze-Gruppe nach der SOIUSA. Beide Begriffe meinen exakt dasselbe Gebiet. Das Gebiet hat eine Höhenlage von 801 m bis zu 3121 m ü. A., eine maximale Ausdehnung von rund 21 km und eine Fläche von rund 200 km2.

Einordnung Nach der SOIUSA wird die Berggruppe eingeordnet in ein hierarchisches System: Einordnung nach SOIUSATeilIIOstalpenSektorII/AZentrale OstalpenAbschnitt II/A-15Westliche Rätische AlpenUnterabschnitt II/A-15.VIAlpen von Silvretta, Samnaun und VerwallObergruppe II/A-15.VI-ASilvretta (AVE 26)Gruppe II/A-15.VI-A.3Litzner-Plattenspitze-Gruppe (Westsilvretta)

Lage und Umgrenzung Politisch liegt der nördliche Teil in den Gemeinden St. Gallenkirch und Gaschurn, im Bezirk Bludenz, im Bundesland Vorarlberg und im Staat Österreich. Der südliche Teil liegt in der Gemeinde Klosters, in der Region Prättigau/Davos, im Kanton Graubünden und in der Schweiz. Der Hauptkamm der Westsilvretta ist die Staatsgrenze sowie die Wasserscheide zwischen Ill und Landquart.

Regional gehört der österreichische Teil zur Region Montafon, die Schweizer Seite zum Prättigau.

Geographisch ist die Westsilvretta der nordwestliche Teil der Silvretta. Der Hauptkamm geht von der Rotfluh in der Zentral- oder Mittelsilvretta aus. Die Rote Furka gilt als Grenze zur Westsilvretta. Ab da verläuft der Kamm mehrfach gebogen nach Nordwesten bis zum Schlappiner Joch, dem Übergang zum Rätikon.

Die Umgrenzung erfolgt von Norden her im Uhrzeigersinn entlang der Linie Ill – Klostertaler Bach – Rote Furka – Verstanclabach – Landquart – Schlappinbach – Büelenbach – Furggabach – Schlappiner Joch – Valzifenzbach – Suggadinbach – Ill.

Untergliederung Nach dem Alpenvereinsführer gibt es folgende Untergruppen:

Heimspitz-Valisera-Gruppe Rotbühlspitzgruppe Garneragruppe Valgraggeskamm Hochmaderergruppe Litzner-Seehörner-Gruppe Fergengruppe

Nach der SOIUSA wird die Rotbühlspitzgruppe und die Garneragruppe zusammengefasst als Rotbühlspitz-Platten-Gruppe mit den Sektoren Rotbühlspitzgruppe und Garneragruppe.

Berge und Sättel Der Hautkamm besteht aus folgenden Bergen und Sättel (kursiv): Gipfel/SattelHöhe m ü. A.AnmerkungRote Furka2688Übergang zur ZentralsilvrettaTälihorn2844Klostertaler Spitze2842Klosterpass2751Sonntagspitze2881Winterlücke2830Glöttergletscher nördlichWinterberg2924Kleiner Seitenkamm nach Südwesten zum HüttenwanghornGroßlitzner3109Großer Seitenkamm nach Nordosten über den Litzner Sattel zu den LobspitzenGroßes Seehorn3121Kleines Seehorn westlich davonSeelücke2771Litzner Gletscher östlich, Seegletscher westlich, Saarbrücker Hütte nordöstlichÖstliche Kromerspitze2844Kleinlitzner nordöstlichKromerscharte2793Westliche Kromerspitze2865Schweizer Lücke2741Schweizer Gletscher nordöstlichÖstliche Plattenspitze2852Großer Seiterkamm nach Norden zum Valgraggeskamm und zur HochmaderergruppePlattenjoch2728Tübinger Hütte nordwestlich, Seetalhütte südlichWestliche Plattenspitze2883Plattenspitzen2851Großer Seitengrat nach Süden und Südwesten zur FerggengruppeHüenertällijoch2695nördlich das Garneratal, südlich das hinterste SchlappintalChessichopf/Kessikopf2765Kessispitze2833Chessihorn/Kessihorn2744Carnäirajoch/Garnerajoch2489niedrigster Übergang zwischen Garneratal und SchlappintalHinterberg2682Großer Seitenkamm nach Norden, der sich später in drei Kämme aufteilt, Garnergruppe und Heimspitz-Valisera-GruppeKunterbandfurgga2617Scharte zwischen Vergaldatal und SchlappintalIsentällispitze/Eisentälispitze2875Rotbühlspitze2853Seitenkamm nach Nordwesten zu den RitzenspitzenTeuf Furgga2479Scharte im ValzifenzgratSchlappiner Spitze2442Schlappiner Joch2201Übergang zum Rätikon, niedrigste Verbindung von Gargellen nach Klosters Der Seitenkamm zu den Lobspitzen besteht aus folgenden Bergen und Sättel (kursiv): Gipfel/SattelHöhe m ü. A.AnmerkungGroßlitzner3109am HauptkammLitzner Sattel2737WanderwegSattelkopf2863Kleiner Seitengrat nach Nordwesten zur GlötterspitzeVerhupfspitze2957Hintere Lobspitze2873Lobturm2867Mittlere Lobspitze2799Vordere Lobspitze2835Kleine Lobspitze2760 Der Seiterkamm zum Valgraggeskamm und zur Hochmaderergruppe besteht aus folgenden Bergen und Sättel (kursiv): Gipfel/SattelHöhe m ü. A.AnmerkungÖstliche Plattenspitze2852am HauptkammZwillinge2896Blodigturm2784Valgraggestürme2705Valgraggeskopf2820Südliche Valgraggesspitze2761Nördliche Valgraggesspitze2793Hochmaderjoch2505WanderwegHochmaderer2823Stritkopf2745Seitenkamm über das Schafbodenjoch zum SchafbodenTschambreuspitze2605Breitfielerberg2417an der Nordflanke liegt die Bergstation der Vermuntbahn Bei den Plattenspitzen zweigt ein Seitenkamm ab nach Süden zur Ferggengruppe, der Kamm besteht aus folgenden Bergen und Sättel (kursiv): Gipfel/SattelHöhe m ü. A.AnmerkungPlattenspitzen2851am HauptkammSeenadlen2686Schottenseefürggli2644Seeschijen2773Schijenfurgga2571Leidhorn2839Chessler2836Fergenfurgga2651Fergenhorn2846Schildflue2887Älpeltispitz2685Versitspitz2174

Der Seitenkamm der Garneragruppe vom Hinterberg nach Norden besteht aus folgenden Bergen und Sättel (kursiv): Gipfel/SattelHöhe m ü. A.AnmerkungHinterberg2682am HauptkammMittelberg2657Vergaldner Joch2515Vorderberg2553Kuchenberg2523Matschuner Jöchli2423Heimbühelturm2499Heimbüheljoch2495Übergangszone zur Heimspitz-Valisera-GruppeHeimbühel2540Matschuner Joch2391Matschuner Köpfe2426Madrisella2466Versettla2372Burg2247Bergstation der Versettlabahn zwischen Burg und GantakopfGantakopf1958 Die Heimspitz-Valisera-Gruppe ganz im Nordwesten der Westsilvretta besteht aus folgenden Bergen und Sättel (kursiv): Gipfel/SattelHöhe m ü. A.AnmerkungSchmalzberg2345östlich von GargellenValiserakopf2449Mittagspitze2665Valisera2716Valiserajöchli2601Zwischenspitze2661Übergang zur GarneragruppeHeimspitze2685Kleine Heimspitze2515Schwarzkopf2370Nördlich davon liegt das Skigebiet Silvretta Montafon, Teilbereich Nova Der Kamm von der Rotbühlspitze nach Nordwesten besteht aus folgenden Bergen und Sättel (kursiv): Gipfel/SattelHöhe m ü. A.AnmerkungRotbühlspitze2852am HauptkammValzifenzer Joch2485Valzifenzer Turm2589Schneeberg2583Wormakopf2540Palmtaljoch2478Ritzenspitzen2650

Täler und Siedlungen Nur die umgrenzenden Täler sind teilweise besiedelt.

Umgrenzende Täler in Österreich:

Valzifenztal Gargellental mit Gargellen Haupttal des Montafons mit St. Gallenkirch und Gaschurn, Partenen ist die letzte Ortschaft Untervermunt Großvermunt Klostertal (der Silvretta) Umgrenzende Täler in der Schweiz: Verstanclatal Haupttal des Prättigaus mit Klosters Schlappintobel

Innerhalb der Westsilvretta sind mehrere unbewohnte Hochgebirgstäler.

Die Hochgebirgstäler in Österreich sind:

Vermieltal oder Novatal: Südliches Seitental des Montafons ab St. Gallenkirch Garneratal: Südliches Seitental des Montafons ab Gaschurn Tschambreutal: Südliches Seitental des Montafons ab Partenen Kromertal: Südliches Seitental des Montafons ab dem Vermuntstausee Wintertal: Obere Talabschnitt des Valzifenztals Vergaldner Tal: Seitental des Gargellentals Die Hochgebirgstäler in der Schweiz sind: Tal des Medjibachs mit der Silvrettahütte, Seitental des Verstanclatals Tal des Silvrettabachs, Seitental des Verstanclatals Seetal, Seitental des Verstanclatals Schlappintal, oberer und breiter Talabschnitt des Schlappinbachs

Naturschutz In Vorarlberg steht das Vergaldner Tal und umliegende Berge unter Schutz (Ruhezone Vergaldatal). Oberhalb von Klosters ist die Wildruhezone Alp mit Wegegebot vom 20. Dezember bis zum 15. April.

Tourismus Im Norden der Gebirgsgruppe befindet sich ein Teilbereich des Skigebiets Silvretta Montafon. Das übrige Gebiet ist beliebt bei Wanderern, Bergsteigern und Skitourengehern. Wichtige Stützpunkte sind die Schutzhütten:

Madrisahütte im Valzifenztal bei der Unteren Valzifenzalpe Tübinger Hütte am Ende des Garneratals, unterhalb des Plattenjochs Saarbrücker Hütte am Ende des Kromertals unterhalb des Kleinlitzners Klostertaler Umwelthütte im Montafoner Klostertal Seetalhütte im Prättigauer Seetal Silvrettahütte im Tal des Medjibachs Fergenhütte unterhalb der Fergenhörner und der Fergenfurgga Carmils (Wildnishütte) am Carmilsweg zum Versitzspitz Kessihütte am Chessigratweg nahe am Kessigrat

Siehe auch

Silvretta

Weblinks

Vorarlberg Atlas Karten der Schweiz

Einzelnachweise

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