mini|hochkant=1.0|alt=Ziemlich verschwommenes, aus der Zeitschrift Femmes françaises stammendes Portraitfoto|Élise Fraysse 1952mini|alt=Vier junge Frauen (Madeleine Vincent, Élise Fraysse, Paulette Capliez, Colette Jobard) laufen 1946 nebeneinander durch eine Pariser Straße|Madeleine Vincent, Élise Fraysse, Paulette Capliez, Colette Jobard Élise Fraysse (geboren als Élise Lasserre am 6. Mai 1920 in Moissac; gestorben am 3. Juni 1957 in Nanterre) war eine französische Journalistin, Feministin und kommunistische Résistante.

Leben Élise Lasserre war die Tochter eines Friseurs und einer kaufmännischen Angestellten. Sie wurde vor 1939 Mitglied der kommunistischen Union des jeunes filles de France (UJFF, Verband der jungen Frauen Frankreichs) und der der Volksfront nahestehenden Fédération sportive et gymnique du travail (Sport- und Turnverband der Arbeit). Im Oktober 1943 trat sie der Parti communiste français bei und über diese der Résistance-Organisation Forces unies de la jeunesse patriotique (Vereinigte Kräfte der patriotischen Jugend).

Von 1945 bis 1949 war sie Generalsekretärin und anschließend Vorsitzende der UJFF; von Oktober 1949 bis Mai 1952 war sie Chefredakteurin der Zeitschrift der Union des femmes françaises (UFF), Femmes françaises. In diesem Rahmen berichtete sie über die Demonstrationen für die Unabhängigkeit Tunesiens; dort wurde sie am 15. Februar 1952 verhaftet und im Februar 1952 ausgewiesen. Für ihren ersten Beitrag in der Zeitschrift berichtete sie zudem über den Kongress der UFF am 28. und 29. Oktober 1949.

1946 heiratete sie einen kommunistischen Landwirt, Louis Fraysse. Sie hatten eine Tochter, Jacqueline, geboren 1947 in Paris, die später Kardiologin, Abgeordnete, Senatorin und kommunistische Bürgermeisterin von Nanterre war, sowie einen Sohn, Jean, geboren 1949, der Gymnasiallehrer wurde.

Anfang der 1950er Jahre leitete sie den Departementsvorstand der UFF und wurde im Mai 1954 in den Bundesvorstand der Kommunistischen Partei gewählt. Im März 1954 übernahm sie die Leitung der UFF. Sie war zudem Mitglied der Internationalen Demokratischen Frauenföderation. 1955 wurde sie erneut in den Bundesvorstand gewählt.

Sie starb bereits im Juni 1957. Madeleine Vincent, Étienne Fajon und Léon Feix vertraten die Kommunistische Partei Frankreichs bei ihrer Beisetzung.

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Einzelnachweise

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