Die Allen-Afrikawaldmaus (Hylomyscus alleni) ist ein in Zentralafrika verbreitetes Nagetier in der Gattung der Afrikanischen Waldmäuse. Das Typusexemplar stammt von der Insel Bioko. Die noch bis zur Mitte der 2010er Jahre zu dieser Art gerechneten Populationen westlich des Flusses Niger wurden in die Arten Hylomyscus pamfi und Hylomyscus simus überführt. Exemplare, die auf dem Jos-Plateau in Nigeria leben konnten bis 2017 noch keiner Art zugeordnet werden. Auch Tiere aus dem Korup-Nationalpark in Kamerun stellen laut molekularbiologischen Untersuchungen eine eigene Art dar, die bisher noch nicht beschrieben wurde.
Das Tier ist nach dem britischer Marineoffizier und Afrikaforscher William Allen benannt.
Merkmale Dieser mittelgroße Gattungsvertreter erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 67 bis 96 mm, eine Schwanzlänge von 101 bis 152 mm und ein Gewicht von 10 bis 30 g. Es sind 15 bis 20 mm lange Hinterfüße und Ohren von 10 bis 17 mm Länge vorhanden. Typisch ist weiches Fell das oberseits eine rotbraune bis graubraune Farbe hat, während die Unterseite hellgrau ist. Ein gelbbraunes Band bildet die Grenze zwischen diesen Bereichen. Trotz weniger kurzer Haare an der Spitze sieht der Schwanz nackt aus. Der Kopf ist durch recht große Augen und Ohren gekennzeichnet, wobei ein mehr oder weniger deutlicher dunkler Ring um die Augen vorhanden ist. Am schmalen Fuß kann eine der äußeren Zehen entgegengestellt werden und diese erreicht fast die Länge der vier anderen Zehen. Die acht Zitzen der Weibchen sind paarig angeordnet.
Verbreitung und Lebensweise Da einige Populationen wie oben beschrieben nicht mehr zur Allen-Afrikawaldmaus zählen, streckt sich das Verbreitungsgebiet über den Süden Kameruns, den Südwesten der Zentralafrikanischen Republik, über Äquatorialguinea mit Bioko, Gabun und die Republik Kongo. Die Art lebt vorwiegend im Flachland, obwohl es Fundorte auf 1500 Meter Höhe gibt. Als Habitat dienen tropische Regenwälder und trockene laubabwerfende Wälder.
Die nachtaktive Allen-Afrikawaldmaus bewegt sich oft in Bäumen und hält sich gelegentlich auf dem Boden auf. Sie frisst Pflanzensamen, Wurzeln, Früchte und Stängel von Kräutern, die manchmal durch Insekten komplettiert werden. Die meisten Nachkommen werden in der Regenzeit registriert, doch es sind Geburten zu allen Jahreszeiten möglich. Ein Wurf enthält bis zu vier Neugeborene.
Gefährdung Die IUCN zählt alle in der Einleitung genannten Funde zu dieser Art und schätzt die Gesamtpopulation als groß ein. Sie listet die Allen-Afrikawaldmaus als nicht gefährdet (least concern).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Langschwanzmäuse