Katze und Maus ist ein nubisches Tiermärchen (AT 113 B: Katze als Heiliger).Andreas und Waltraud Kronenberg (Hrsg. und Übers.): Die Märchen der Weltliteratur – Nubische Märchen. Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf / Köln 1978, S. 259, 294.
Handlung Die Katze meint zur Maus, dass sie die Pilgerschaft gemacht habe, nun ein Hağ sei und gelobt habe, keine Sünde mehr zu begehen, wie etwa Mäusefleisch zu essen. Da schicken die Mäuse ihren Sohn für einen Besuch zur Katze, die seinen Vater den mit dem doppelt süßen Kopf nennt, was der Junge zu Hause berichtet und anmerkt, dass ihm das Gesicht der Katze nicht gefalle. Also schlägt die Maus der Katze vor, zum Zikr zu gehen, wo sie sich rhythmisch hin und her bewegen und Allah anrufen. Der Maus gefällt das Gesicht der Katze aber nicht, also mahnt sie ihre Jungen zur Vorsicht. Als später eine der Mäuse stirbt, schaut die Katze im Haus der Mäuse vorbei und bittet sie darum, alle zusammenzurücken, damit sie gemeinsam trauern und weinen können. Die Maus aber wies das Anliegen ab und ist deshalb noch am Leben.
Hintergrund Das Märchen wurde 1974 in Maragha bei Dongola von Hağğa Zīnab Faḍl Muḥammad erzählt und erhielt in Andreas und Waltraud Kronenbergs Die Märchen der Weltliteratur – Nubische Märchen (Düsseldorf / Köln 1978) den Titel Katze und Maus. Verglichen werden kann der Typ 10: Die Katze als Wallfahrer in Ursula Nowaks Beiträge zur Typologie des arabischen Volksmärchens (Freiburg im Breisgau 1969, S. 56).
Literatur Andreas und Waltraud Kronenberg (Hrsg. und Übers.): Die Märchen der Weltliteratur – Nubische Märchen. Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf / Köln 1978, S. 259, 294.
Einzelnachweise
Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Afrikanische Literatur Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Tiermärchen Kategorie:Katze in der Kunst Kategorie:Maus in Kunst und Literatur