mini|hochkant|Dorfkirche Grumbach mini|Altarraum mini|hochkant|Kanzel und Taufstein Die evangelische Dorfkirche Grumbach (Jöhstadt) (auch: St. Margarethen) ist eine schlichte nachgotische Saalkirche im Ortsteil Grumbach von Jöhstadt im Erzgebirgskreis in Sachsen. Sie gehört zur Kirchengemeinde Jöhstadt im Kirchenbezirk Annaberg der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Geschichte und Architektur Die schlichte Saalkirche stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert und wurde nach Schäden im Dreißigjährigen Krieg wiederhergestellt, wobei die mittelalterlichen Wehrgänge abgerissen und die Fenster vergrößert wurden. Das Bauwerk ist ein verputzter Bruchsteinbau, dessen Chor in einem Dreiachtelschluss endet und von Strebepfeilern gestützt wird. Ein schwerer Dachreiter mit Haube und Spitze bekrönt das Bauwerk. An der Westseite befindet sich ein Anbau für das Treppenhaus.

Das Innere ist nüchtern gestaltet und wird durch eine Flachdecke geschlossen. Eingeschossige Emporen sind an drei Seiten eingebaut.

An der Kirche wirkte der Kantor Karl Friedrich Klinger, der von 1849 bis 1871 ein Lehrerseminar führte.Information auf der Website von Jöhstadt

Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein barocker Kanzelaltar mit aufwändiger Säulenarchitektur, der auf das Jahr 1676 datiert ist; die Kanzel wurde im Jahr 1895 ausgebaut und durch ein Gemälde ersetzt. In der Predella sind kleine Schnitzfiguren mit einer Darstellung der Anbetung der Könige zu sehen, im Hauptfeld ist der Auferstandene dargestellt, seitlich befinden sich Schnitzfiguren der Evangelisten, im Auszug eine Darstellung des Salvators mit einer Gloriole.

Die barocke Kanzel stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts und zeigt zwischen geschnitzten Säulchen Darstellungen der Evangelisten. Ein barocker Kirchenstuhl mit gedrehten Säulchen und vegetabiler Schnitzerei ist auf das Jahr 1676 datiert.

Von einem spätgotischen Schnitzaltar sind drei rustikale Figuren aus der Zeit um 1500 erhalten, die Maria mit dem Kind, Margarethe und Wolfgang darstellen. Zwei farbige Glasmalereien zeigen Darstellungen von Christus im Weinberg (1922) und die Heilung des Besessenen (1924).

Die Orgel ist ein Werk von Weigle (Stuttgart-Echterdingen) aus dem Jahr 1927.

Literatur

Weblinks

Website der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

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