Der Bandschwanzdrongo (Dicrurus megarhynchus) ist ein Singvogel aus der Familie der Drongos (Dicruridae).P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF

Der Vogel ist endemisch auf Neuirland im Bismarck-Archipel in Papua-Neuguinea.

Der Lebensraum umfasst hauptsächlich Tieflandwald, hoher Sekundärwald, bewaldete Hügel, verkümmerter, moosbewachsener Bergwald von Meereshöhe bis 1800 m. ü. M.

Der Artzusatz kommt von und .J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.

Merkmale Der Vogel misst 51–56 cm (mit den verlängerten Schwanzfedern bis zu 63 cm) und wiegt etwa 130 g und ist damit ein besonders großer Drongo. Das Männchen ist schwarz bis bläulich-schwarz mit kräftigem stahlblauem Glanz am Scheitel, an den Flügeln und am Schwanz, der Nacken ist glänzend blau gestrichelt, die obere Brust etwas glänzend blau gesprenkelt. Die Unterflügeldecken haben weiße Federspitzen. Die Schnabelbefiederung reicht bis zur Hälfte oder zu 2/3 des Schnabelfirstes. Die äußersten Schwanzfedern sind beträchtlich verlängert, im Mittel 38 cm, und bis in die Spitzen vollständig mit Haut überzogen, überragen den übrigen Schwanz um 14–17 cm, das distale Drittel oder Viertel des Schaftes ist spiralförmig nach innen gedreht. Die Iris ist orangerot oder dunkelrot, der Schnabel und die Beine sind schwarz. Das Weibchen ist etwas kleiner und hat kürzere Schwanzfedern.G. Rocamora und D. Yeatman-Berthelot: Ribbon-tailed Drongo (Dicrurus megarhynchus), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Dicrurus megarhynchus

Geografische Variation Die Art ist monotypisch.World Bird List 15.2 Orioles, drongos, fantailsAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025J. F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2025, 2025, Version 2025. Abgerufen am 23. Januar 2026

Stimme Der Gesang wird als sehr abwechslungsreich beschrieben mit hohen flötenden Tönen, schnellen aufsteigenden Tonfolgen, leisen, tiefen, zweisilbigen Pfeiftönen langsam und leise nacheinander erklingend, auffallend auch eine wiederholte Lautfolge aus einem rollenden, in einen tiefen dumpfen Ton übergehenden Klang. Rufe sind ein charakteristisches Pfeifen aus ähnlichen Lauten. Der Schwanz wird beim Rufen aufgefächert.

Lebensweise Die Art ist ein Standvogel. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus kleinen Wirbellosen, die auf mittlerer und oberer Waldebene gesucht werden, in größeren Höhenlagen auch niedriger im Mooswald. Der Vogel sitzt aufrecht mit hängendem Schwanz auf einem offenen Ansitz innerhalb der Vegetation, fängt Insekten im Fluge sowie Gliederfüßer von Zweigen und Blättern. Die Art ist ziemlich scheu und weniger laut als der Glanzfleckdrongo (Dicrurus bracteatus), und nicht leicht zu entdecken.

Gefährdungssituation Der Bandschwanzdrongo gilt als potentiell gefährdet (Near Threatened) aufgrund des begrenzten Ausbreitungsgebietes.

Literatur J. R. C. Quoy und J. P. Gaimard: Edolius megarhynchus. In: Voyage de découvertes de la corvette l'Astrolabe, exécuté par ordre du Roi, pendant les années 1826-1827-1828-1829, sous le commandement de M. J. Dumont d'Urville (etc.), Zoologie, Band 1, S. 184, 1832, Biodiversity Library

Weblinks

Macaulay Library

Einzelnachweise

Kategorie:Drongos Kategorie:Endemisches Tier des Bismarck-Archipels