mini|hochkant|Dorfkirche Mulda/Sa. Die evangelische Dorfkirche Mulda/Sa. ist eine im Kern spätgotische, barock erweiterte Saalkirche in Mulda/Sa. im Landkreis Mittelsachsen in Sachsen. Sie gehört zur Kirchengemeinde Mulda-Helbigsdorf im Kirchenbezirk Freiberg der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Geschichte und Architektur Die auf einer kleinen Anhöhe gelegene, spätgotische Saalkirche wurde nach Brand im Jahr 1634 wieder auf den alten Umfassungsmauern aufgebaut. Restaurierungen wurden in den Jahren 1887 und 1989–91 durchgeführt. Das Bauwerk ist ein verputzter Bruchsteinbau mit dreiseitigem Chorschluss; es wird von einem Walmdach mit barockem Dachreiter und einer Laterne von 1688 bekrönt. Korbbogenfenster erhellen das Innere. Die Sakristei ist an der Ostseite angebaut. Das schmucklose Innere ist flachgedeckt, eine breite Holzempore ist eingebaut.

Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein Renaissance-Altar aus Sandstein aus der Zeit um 1585. Er wird Andreas, Samuel dem Älteren und Uriel Lorentz zugeschrieben und stammt aus der Jacobikirche in Wilsdruff im Landkreis Meißen. Er zeigt in der Predella ein Abendmahlsrelief, im Hauptfeld den Gekreuzigten, darunter Johannes den Täufer und eine Figur mit einer Tafel, auf der ein Spruch Jesajas geschrieben steht. Seitlich sind freistehende Säulen angeordnet, die einen mächtigen Architrav tragen. Im Auszug ist die Auferstehung dargestellt. Der Taufengel aus Holz stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Die Orgel zeigt einen klassizistischen Prospekt von Christian Friedrich Göthel von 1846. Das heutige Werk stammt von Georg Wünning aus dem Jahr 1994 mit elf Registern auf zwei Manualen und Pedal.

In der Eingangshalle befindet sich eine Taufe aus Sandstein in einer schmalen, hohen Kelchform mit sparsamen geometrischen Reliefornamenten; sie ist mit der Jahreszahl 1843 bezeichnet. Das Geläut besteht heute aus zwei Glocken der Firma C. Albert Bierling, die in den Jahren 1887 und 1921 gegossen wurden (Schlagtöne as′ und c′′).

Umgebung Die Kirche ist von einem Friedhof umgeben, auf dem mehrere Grabsteine mit plastischem Schmuck aus dem 19. Jahrhundert erhalten sind. Das jenseits der Mulde gelegene Pfarrhaus ist ein zweigeschossiges Bauwerk mit verbrettertem Fachwerkobergeschoss aus dem Jahr 1765.

Literatur

Weblinks

Website der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Mittelsachsen Dorfkirche Kategorie:Kirche in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Kategorie:Saalkirche in Sachsen Kategorie:Gotische Kirche Kategorie:Gotisches Bauwerk in Sachsen Kategorie:Barockisierte Kirche Kategorie:Barockbauwerk in Sachsen Kategorie:Kirchengebäude in Europa