Curtis R. Priem (* 1958 oder 1959) ist ein US-amerikanischer Elektroingenieur. Er war neben Jensen Huang und Chris Malachowsky 1993 Mitgründer des US-amerikanischen Technologieunternehmens Nvidia. Er verließ das Unternehmen 2003 und verkaufte bis 2006 alle seine Anteile.

Laufbahn Priem erwarb 1982 einen Bachelor of Science in Elektrotechnik am Rensselaer Polytechnic Institute. Während seiner Tätigkeit bei Vermont Microsystems in Winooski, Vermont zwischen 1982 und 1984, entwickelte er den ersten professionellen Grafikprozessor für den PC, den IBM Professional Graphics Adapter. Von 1984 bis 1986 war Priem als Hardware-Ingenieur bei GenRad Inc. tätig, einem Anbieter von Diagnosegeräten für elektronische Produkte. Er hat mehr als 200 Patente angemeldet.

Von 1986 bis 1993 war Priem leitender Ingenieur bei Sun Microsystems, wo er den GX-Grafikchip entwickelte. Er gründete danach das Unternehmen Nvidia gemeinsam mit Jensen Huang und Chris Malachowsky und war von 1993 bis 2003 dessen technischer Leiter. Priem schied 2003 aus Nvidia aus und verkaufte bis 2006 alle seine Anteile an dem Unternehmen. Im November 2023 schätzte Forbes Priems Vermögen auf etwa 30 Millionen US-Dollar; hätte er seine Anteile an Nvidia nicht verkauft, hätte Priem laut Forbes zu diesem Zeitpunkt ein Vermögen von 70 Milliarden US-Dollar besessen.

Einen Teil seiner Nvidia-Aktien übertrug Priem auf die 1999 mit seiner Frau Veronica gegründete „Priem Family Foundation“, welche u. a. für Bildungs- und Naturschutzprojekte spendet und 2023 über ein Vermögen von 160 Millionen US-Dollar verfügte. 2003 wurde er Mitglied des Kuratoriums der Rensselaer Polytechnic Institute und wurde 2024 zum stellvertretenden Vorsitzenden des Kuratoriums ernannt. Im Jahr 2004 kündigte Priem an, dem Institut eine zweckgebundene Spende in Höhe von 40 Millionen Dollar zukommen zu lassen. Das Rensselaer Institute gründete daraufhin das Curtis R. Priem Experimental Media and Performing Arts Center, das zu seinen Ehren benannt wurde und meist kurz als „EMPAC“ bezeichnet wird. 2023 spendete er weitere 75 Millionen Dollar für die Unterbringung des ersten IBM-Quantencomputers an der Universität.

Priem lebt in einem netzunabhängigen 6-Millionen-Dollar-Haus in Fremont (Kalifornien) und erwarb 2021 einen Gulfstream G450 Privatjet, den er „Snoopy“ taufte.

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