Alfred Höhlein (* 18. Mai 1883 in Gillersdorf; † 30. Mai 1967 in Hamburg) war ein deutscher Verwaltungsbeamter und Politiker. Er wurde im Jahr 1945 erster Bezirksleiter des größten Hamburger Stadtbezirks und setzte sich an der Spitze der Harburger Verwaltung für die Versorgung der Bevölkerung und die Beseitigung der Kriegsschäden ein.

Leben Höhlein wurde am 18. Mai 1883 in Gillersdorf/Thüringen geboren. Er besuchte dort die Volksschule und absolvierte eine Schlosserlehre Nach der Gesellenprüfung ging er 1906 nach Hamburg, wo er an der Seemaschinistenschule ein Patent erwarb. Im Jahr 1910 qualifizierte er sich im Eisenbahnwesen als Heizer und Lokomotivführer. Als solcher wurde er verbeamtet und begann, sich in berufsständischen Verbänden und gewerkschaftlich zu engagieren.

Im Ersten Weltkrieg diente Höhlein zweieinhalb Jahre als Soldat.

Höhlein wurde zum 31. Dezember 1932 pensioniert und betätigte sich bis 1945 als Agent der Thuringia Versicherung. Als Gegner des NS-Regimes war er lediglich für einige Jahre Mitglied der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV). Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurde er verhaftet und saß kurze Zeit in der Haftanstalt Fuhlsbüttel ein.

Aus seiner Ehe mit Emma Höhlein gingen zwei Kinder hervor. Im Jahr 1962 heiratete Höhlein ein zweites Mal.

Wirken Höhlein wurde 1924 als sozialdemokratischer Abgeordneter Mitglied des Kommunalparlaments (Bürgerschaft) der selbstständigen Stadt Harburg/Elbe. 1929 wurde er einer von neun ehrenamtlichen Senatoren der Stadt Harburg-Wilhelmsburg.

Die Machtübernahme der Nationalsozialisten beendete 1933 zunächst seine kommunalpolitische Tätigkeit.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs begann Höhlein am 1. August 1945 als Referent der Hamburger Kreisverwaltung 8 (Harburg-Wilhelmsburg). Am 16. März 1946 übertrug ihm der Hamburger Erste Bürgermeister Rudolf Petersen in Abstimmung mit der britischen Militärregierung die Leitung der Kreisverwaltung. Am 22. November 1949 eröffnete er die konstituierende Sitzung des ersten frei gewählten Harburger Bezirksausschusses. Zum 1. April 1950 wurde Höhlein offiziell zum ersten Bezirksleiter Harburgs, das damals rund 80.000 Einwohner zählte, bestellt. Am 30. April 1954 trat er im Alter von 71 Jahren in den Ruhestand.

Neben der Kommunalpolitik engagierte sich Höhlein im sozialen Wohnungsbau. Er war am 16. September 1947 Mitbegründer der Wohnungs- und Siedlungsbaugenossenschaft Süderelbe und blieb 17 Jahre lang deren Aufsichtsratsvorsitzender. Er war zudem Vorsitzender und späteres Ehrenmitglied des Kreisverbands Harburg des Deutschen Roten Kreuzes.

Einzelnachweise

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