Otto Teich-Balgheim, Pseudonym O. TeichmannDetlev Knauff, Ditmar Schneider: Namensindex T. In: Monumenta Guerickiana, Magdeburg (15. November 2016), T-2 (PDF) (* 19. September 1874 in Dudweiler, Rheinprovinz; † 2. Juli 1944 in Lobenstein, Landkreis SchleizPaul Kauhausen (Schriftleitung): Düsseldorfer Heimatblätter „Das Tor“. 18. Jahrgang, Heft 10 (Oktober 1952), S. XIII (PDF)), war ein deutscher Kunsthistoriker, Journalist und Schriftsteller.
Leben Teich war der Sohn eines Mediziners. Er besuchte Gymnasien in Saarbrücken, Moers und Trarbach. 1902 heiratete er in Düsseldorf Louise Siebourg, mit der er zwei Töchter hatte.
Er begann eine Laufbahn als Redakteur: 1899 bis 1901 für die Pfälzische Presse in Kaiserslautern, 1901 für die Neuesten Nachrichten in Düsseldorf. Zur Industrie- und Gewerbeausstellung Düsseldorf 1902 leitete er deren Literaturbüro. 1902 bis 1906 war er verantwortlicher Redakteur des Cuxhavener Tageblatts, ehe er von 1906 bis 1909 als Redakteur für die Hamburger Nachrichten arbeitete. 1909 wurde er verantwortlicher Redakteur der Rheinisch-Westfälischen Korrespondenz in Düsseldorf, 1910 Leiter des Literaturbüros auf der Internationalen Hygiene-Ausstellung Dresden 1911. 1911 gründete er als Herausgeber die Halbmonatsschrift Hygiene und Industrie. 1912 übernahm er in Leipzig die Leitung des Literaturbüros der Internationalen Baufach-Ausstellung 1913. Als er 1920 in Balgheim in Württemberg-Hohenzollern lebte, ließ er sich zum 1. Vorsitzenden der „Vereinigung gegen die Lostrennung unseres Saargebietes und der Rheinpfalz“ wählen.Gruß an das einige deutsche Saarvolk! In: Saarfreund. Jahrgang 1920, Nr. 8 (20. April 1920), S. 52 (Digitalisat) In den 1920er Jahren arbeitete er als Herausgeber der Zeitschrift Das Werk, der in Düsseldorf erscheinenden Monatsschrift der Montangruppe der Siemens-Rheinelbe-Schuckert-Union.Die Siemens-Rheinelbe-Schuckert-Union (SRSU) entstand am 1. Oktober 1920 als Dachverband aus einem Zusammenschluss des 1920 von Albert Vögler und Hugo Stinnes gegründeten Montankonzerns Rhein-Elbe-Union (Zusammenschluss der Deutsch-Luxemburg [Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten-AG], der Gelsenkirchener Bergwerks AG (GBAG) und des Bochumer Verein für Bergbau und Gussstahlfabrikation) mit dem Siemens-Konzern. Sitz des Dachverbands war Düsseldorf. Nach innen die Selbständigkeit der Unternehmensgruppen behaltend, wirkten die Konzerne in dieser Kartell-Struktur als Interessen- und Produktionsgemeinschaft zusammen, um sich in der Konkurrenz der deutschen Montanindustrie besser behaupten zu können und um gemeinsam Modernisierung und Rationalisierung veralteter Betriebe voranzutreiben. Die SRSU bestand bis zur Gründung der Vereinigten Stahlwerke im Jahr 1926. 1926 publizierte er ein Buch über die Große Ausstellung Düsseldorf 1926 für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen (GeSoLei). Später wirkte er als Kunsthistoriker bei der Städtischen Kunstsammlung Düsseldorf.
Teich-Balgheim schrieb zahlreiche historische und kunsthistorische Beiträge in Zeitschriften, zwischen 1934 und 1942 allein 19 Beiträge für die Zeitschrift Das Tor des Heimatvereins Düsseldorfer Jonges.Vgl. Gesamt-Inhaltsverzeichnis des Schrifttums des Heimatvereins „Düsseldorfer Jonges“ von 1932–1960. Düsseldorf [o. D.] (PDF) Sein schriftstellerischer Nachlass mit Manuskripten zu Aufsätzen zur Düsseldorfer Stadtgeschichte, zu Presseartikeln, Novellen, Gedichten, Besprechungen, Materialsammlungen, Presseausschnitten und Schriftwechseln gelangte in das Stadtarchiv Düsseldorf.Minerva-Handbücher. Archive im deutschsprachigen Raum. Band A–N. 2. Auflage, Walter de Gryter, Berlin 1974, S. 228 (Google Books)Clemens von Looz-Corswarem, Hugo Weidenhaupt: Das Stadtarchiv Düsseldorf. Geschichte und Bestandsübersicht. Düsseldorf 1987, S. 145
Veröffentlichungen (Auswahl) Gabriel Grupello, ein vergessener Bildhauer. In: Zeitschrift für bildende Kunst. Neue Folge, 25 (1914), S. 243–252. Die Gesolei in Wort und Bild. Adler-Verlag, Düsseldorf 1926. Des Herrn v. Monconys Besuch bei Otto von Guericke in Magdeburg im Jahre 1663. In: Montagsblatt (Magdeburger Zeitung), 74, Nr. 9–10 (1932), S. 65–67, 75–77. Der St. Hubertus-Orden. In: Düsseldorfer Heimatblätter „Das Tor“. 5. Jahrgang (1936), Heft 3, S. 57–72. Die Düsseldorfer Ausstellung von 1852. In: Düsseldorfer Heimatblätter „Das Tor“. 6. Jahrgang (1937), Heft 4, S. 106–112. Musik am Düsseldorfer Hofe, insbesondere zur Zeit des Kurfürsten Johann Wilhelm. In: Düsseldorfer Heimatbätter „Das Tor“. 7. Jahrgang (1938), Heft 7, S. 142. Marmorbüste eines Kavaliers vom Hofe Jan Wellems. In: Düsseldorfer Heimatblätter „Das Tor“. 7. Jahrgang (1938), Heft 10, S. 220–223. Ein gotisches Wappenkästchen des Düsseldorfer Kunstmuseums. In: Wallraf-Richartz-Jahrbuch. Köln 1938, S. 228–231.
Literatur Teich, Otto G. K. In: Herrmann A. L. Degener (Hrsg.): Wer ist’s? VI. Ausgabe, Leipzig 1912, S. 611 (Google Books).
Einzelnachweise
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