mini|hochkant|R. W. Allard (1944)

Robert „Bob“ Wayne Allard (oft als R. W. Allard zitiert; * 3. September 1919 im San Fernando Valley, Kalifornien; † 25. März 2003 in Davis, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Pflanzengenetiker an der University of California, Davis (UC Davis). Er gilt als Begründer der Pflanzen-Populationsgenetik und als früher Vertreter einer Integration von Genetik und Ökologie (Ökologische Genetik).

Leben und Wirken Robert W. Allard war der Sohn von Alma Roose Allard und Glen Allard. Er wuchs im San Fernando Valley auf und wollte bereits ab dem Alter von 10 Jahren Pflanzenzüchter werden. Er erwarb einen Abschluss am College of Agriculture der UC Davis und 1946 bei Charles Elmer Allen und Ruebush G. Shands an der University of Wisconsin–Madison einen Ph.D. (A Cytogenetic Study of the Effect of Backcrossing to Common Wheat in a Hybrid Between Triticum Vulgare Vill. and Triticum Timopheevi Zhuk). Unmittelbar bevor er seine Arbeit hätte verteidigen sollen, wurde er zum Militärdienst einberufen. Er diente im Zweiten Weltkrieg in der United States Navy und arbeitete in Fort Detrick zu biologischer Kriegsführung.

Seine Lehrtätigkeit an der University of California, Davis – damals noch ein Standort der University of California, Berkeley – begann 1946 unmittelbar nach seinem Militärdienst, führte ihn zur Inhaberschaft des dortigen Lehrstuhls für Genetik (~1967) und endete erst 1986 mit seiner Emeritierung, nach der er wissenschaftlich aktiv blieb. Er betreute mehr als 100 Master-Studenten und 56 Doktoranden sowie ebenso zahlreiche Postdoktoranden. Zu seinen Schülern zählten Qifa Zhang und Godfrey Hewitt.

Allard betrieb sowohl Grundlagenforschung, als auch angewandte Forschung. Er wandte sich früh einer Quantitativen Genetik und einer Mathematischen Genetik zu und arbeitete zu Themen wie die Genetik überwiegend selbstbestäubender Pflanzen und die Folgen extremer Inzucht, die genetisch begründete Zucht der Limabohne und die Varietät in der Gestalt ihrer Früchte.

Allerd schrieb ein weit verbreitetes Lehrbuch zur Pflanzenzucht, das in 17 Sprachen übersetzt wurde. Er hat laut Datenbank Scopus einen h-Index von 31 (Stand Mai 2026).

Robert Allen war mit Ann Catherine Wilson verheiratet, die er an der UC Davis kennengelernt hatte. Das Paar hatte fünf Kinder.

Auszeichnungen (Auswahl) 1965 Fellow der American Association for the Advancement of Science 1973 Mitglied der National Academy of Sciences 1974 Präsident der American Society of Naturalists 1984 Präsident der Genetics Society of America 1985 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Ehrendoktorate der Universität Helsinki und der Universität León

Schriften (Auswahl) Principles of plant breeding, 1960 Vollständig überarbeitete Neuausgabe 1999 Ecological genetics, 1978 Plant population genetics, breeding, and genetic resources, 1989

Literatur

Weblinks Robert W. Allard, Nachruf bei senate.universityofcalifornia.edu

Einzelnachweise

Kategorie:Pflanzengenetiker Kategorie:Hochschullehrer (University of California, Davis) Kategorie:Fellow der American Association for the Advancement of Science Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Ehrendoktor der Universität Helsinki Kategorie:Ehrendoktor einer Universität in Spanien Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1919 Kategorie:Gestorben 2003 Kategorie:Mann