mini|Péter Popper (2009) Péter Popper (* 19. November 1933 in Budapest; † 16. April 2010 ebenda) war ein ungarischer Psychologe, Psychotherapeut und Universitätsprofessor an der Semmelweis-Universität.Popper, az ellenforradalmár: antiszemita provokációnak tartotta ötvenhatot, ezért gépfegyverrel védte a pártházat (ungarisch). pestisracok.hu. 13. Dezember 2020, abgerufen am 15. Mai 2026.Elhunyt Popper Péter pszichológus vom 16. April 2010, abgerufen am 15. Mai 2026.

Leben mini|Gedenktafel für Popper Péter (Budapest, District XIII, Csanády Street Nr. 22) Sein Großvater mütterlicherseits, Sámuel Mandel, war Rabbiner in Ercsi und später Budapester Rabbiner. Sein Vater war der Anführer der sowjetisch-ungarischen „Maszolaj“. Er überlebte die Judenverfolgung in Ungarn im Versteck. Als Pfeilkreuzler 1944 seinen Vater vor seinen Augen am heutigen Bahnhof Nyugati schlugen, prägte ihn das im Alter von elf Jahren tief. Er besuchte von 1944 bis 1952 das Berzsenyi Dániel Gimnázium Honlapja in Budapest. Seine akademische Ausbildung fand am Lenin-Institut in Budapest statt und er legte dort nach seinem Philosophieabschluss 1957 das Staatsexamen ab.

Mit seinem Gymnasiallehrerdiplom in Philosophie fand er 1957 bis 1958 eine Anstellung als Verwaltungsangestellter im akademischen Bereich der Pädagogischen Hochschule für Sonderpädagogik; anschließend arbeitete er bis 1960 als Psychologe an der Übergangseinrichtung für junge Menschen. 1960 wurde er als Aspirant am Lehrstuhl für Strafrecht der Juristischen Fakultät der Eötvös-Loránd-Universität (ELTE) zugelassen und war ab 1963 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und von 1967 bis 1980 als Oberassistent an der Ersten Kinderklinik der Semmelweis Orvostudományi Egyetem (SOTE) tätig. 1969 promovierte er zum Doktor der Psychologie. 1980 wurde er zum außerordentlichen Professor und 1984 zum ordentlichen Professor an der SOTE ernannt. Er war von 1980 bis 1992 Leiter der Abteilung für medizinpsychologische Ausbildung an der Semmelweis-Universität.

Ab 1997 hielt er Vorlesungen an der Eötvös-Loránd-Universität, der MÚOSZ-Journalismusschule des Ungarischen Journalistenverbandes, an der Universität für Theater und Filmkunst Budapest und im Rahmen der Rabbinerausbildung sowie an der Universität der Wissenschaften Szeged, zudem war er als Berater des „Invisible College“ tätig. Daneben bot er in Radiosendungen, im Fernsehen und in Vortragsreihen Lebensberatung für die Allgemeinheit an.

Werk Zu seinen Forschungs- und Arbeitsgebieten gehörten Psychotherapie, soziale Integrationsstörungen, Religionspsychologie und Jugendkriminalität. Seine Werke sind als essayistisch und persönlich zu charakterisieren; er verwendet in seinen Büchern oft Erzählungen als Weg zu einer Erkenntnis. Weitere Themen sind Selbsterkenntnis, spirituelle Wegfindung, zwischenmenschliche Beziehungen und Fragen nach Leben und Tod.

Ehrungen/Positionen Träger des Kommandeurkreuzes des Ungarischen Verdienstordens (Magyar Érdemkereszt) 1994 bis 1996: persönlicher Berater von Premierminister Gyula Horn 1992 bis 1994: Gastprofessor an der Bar-Ilan-Universität 1986 bis 1994: Präsident des Fachkollegs für Klinische Psychologie des Ministeriums für öffentliche Wohlfahrt Ehrenbürger des 13. Bezirks von Budapest Herausgeber der „Hungarian Psychology Review“ 1974 bis 1990: Herausgeber der Zeitschrift „Magyar Pszichológiai Szemle“ Mitglied des Psychologieausschusses der Magyar Psychiatric Association (MTA) Mitglied des Psychologieausschusses der Texanischen Medizinischen Gesellschaft (TMB) Mitglied des Wahlkomitees der Internationalen Gesellschaft für Angewandte Psychologie

Privates Er war verheiratet mit Katalin Zolnay-Laczkó. In seiner Freizeit las er stets gern Romane und schrieb selbst Theaterstücke, von denen drei in den 1980er Jahren aufgeführt wurden. Er verstarb im Alter 76 Jahren nach einer schweren Krankheit und wurde auf dem jüdischen Friedhof in der Kozma-Straße in Budapest beigesetzt.Eltemették Popper Péter pszichológust abgerufen am 15. Mai 2026.

Publikationen (Auswahl) Monografien The Book of Inner Paths. Kelemen, Mészáros, Sándor and Partners, Cesty sebapoznania (dt. Wege der Selbstfindung). Slovart Verlag, Bratislava 2015, ISBN 978-80-556-1399-4. Mi az élet étterme? (dt. Was ist das Restaurant des Lebens?). NaN Verlag, ISBN 978-615-6471-25-3. Freud, avagy a modern individuum felfedezése (dt. Freud oder die Entdeckung des modernen Individuums). Napvilág K. Verlag, Budapest 1997, ISBN 963-9082-01-5. Training der Gefühle (2., dt.-sprach. Aufl.). Volk und Welt, Berlin 1990, ISBN 978-3-333-00354-2. Rorschach-szótár. A Rorschach teszt gyakorlati kézikönyve; M. Vázsonyi Ibolya hagyatéka alapján összeáll (dt. Rorschach-Wörterbuch. Praktisches Handbuch zum Rorschach-Test; Zusammengestellt nach dem Vermächtnis von Ibolya M. Vázsonyi). Magyar Pszichológiai Társaság, Budapest 1985. Mit Jenő Ranschburg Péter: Személyiségünk titkai. A televízió Hogy nálam különb legyen... sorozata (dt. Unsere Persönlichkeitsgeheimnisse. Die Fernsehserie Anders sein als ich...). RTV-Minerva, Budapest 1978. Mit Láng György: Általános pszichológia (dt. Einführung in die Psychologie). Rendőrtiszti Főiskola, Budapest 1972. Mit Geréb György: A kriminális személyiségzavar kialakulása (dt. Die Entwicklung einer kriminellen Persönlichkeitsstörung). Akadémiai, Budapest 1970.

Herausgeberschaften A freudizmus alkonya? (dt. Das Ende des Freudianismus?). Új Világ K. Verlag, Budapest 1996, ISBN 963-85533-1-6. Lexikon a szerelemről; szerk (dt. Lexikon über die Liebe). Kossuth–MNOT, Budapest 1987.

Filme Neurózis (dt. Neurose). MAFILM Híradó és Dokumentum Filmstudió, Regie József Magyar, Dokumentarfilm 1983. Eskü (dt. Eid). MAFILM Híradó és Dokumentum Filmstudió, Regie Tamás Fehéri, Dokumentarfilm 1983. Taps (dt. Applaus). MAFILM Híradó és Dokumentum Filmstudió, Regie József Desser, Dokumentarfilm 1981.

Weblinks

Péter Popper auf IMDb, abgerufen am 16. Mai 2026. Péter Popper - The Book of Inner Paths, abgerufen am 15. Mai 2026. Peter Popper - Mental Development auf YouTube, abgerufen am 15. Mai 2026.

Literatur Peter Hermann (Hrsg.): Who's Who (2. Bände). Budapest 2000 (Péter Popper siehe 2. Bd., S. 1303–1304).

Einzelnachweise

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