(9479) Madresplazamayo ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 24. September 1960 von dem niederländischen Astronomenehepaar Cornelis Johannes van Houten und Ingrid van Houten-Groeneveld entdeckt wurde. Die Entdeckung geschah im Rahmen des Palomar-Leiden-Surveys, bei dem von Tom Gehrels mit dem 120-cm-Oschin-Schmidt-Teleskop des Palomar-Observatoriums (IAU-Code 675) aufgenommene Feldplatten an der Universität Leiden durchmustert wurden.

Der Asteroid wurde nach den argentinischen Madres de Plaza de Mayo benannt, einer der wichtigsten Menschenrechtsorganisationen Argentiniens, die während der Militärdiktatur ihren Protest zunächst darauf konzentrierten, die Freilassung von Verhafteten oder Informationen über deren Verbleib einzufordern. Danach setzten sich die Madres de Plaza de Mayo für eine strafrechtliche Aufarbeitung der in der Diktatur begangenen Menschenrechtsverletzungen ein und engagierten sich zudem für ein Gedenken an die Opfer.

Siehe auch Liste der Asteroiden

Weblinks Asteroid Madresplazamayo: Discovery Circumstances gemäß dem Minor Planet Center der Internationalen Astronomischen Union bei dem Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, Cambridge, USA Asteroid Madresplazamayo in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory der NASA bei dem California Institute of Technology, Pasadena, USA

Kategorie:Hauptgürtelasteroid unter 50 km Durchmesser Kategorie:Asteroid ohne zugewiesene Asteroidenfamilie