Brzydowo (deutsch Seubersdorf) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Świątki (Gemeinde Heiligenthal) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein).
Geographische Lage Brzydowo (Seubersdorf) liegt auf dem Gebiet der altpreußischen Landschaft Pogesanien, im ehemaligen Ostpreußen. Die Entfernung zur ehemaligen Kreisstadt Morąg (Mohrungen) beträgt 14 Kilometer. Zur jetzigen Kreisstadt, der Hauptstadt Ermland-Masurens, Olsztyn (Allenstein) liegt die Entfernung bei 27 KilometernLiczbach: Wies Brzydowo Swiatki Warminsko Mazurskie (polnisch), abgerufen am 15. Mai 2026.
Geschichte
Ortsgeschichte Der früher Syfrydisdorf und Seibersdorf genannte Ort, wurde zum ersten Mal im Jahr 1406 in den Zinsbüchern des Deutschen Ordens erwähntDie Besiedlung der Komturei Elbing bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts, Pruthenia, TOM III, Olsztyn 2008, S. 94–95, 114. Vor der Inbesitznahme des Landes durch die Ordensritter, lag das heutige Ortsgebiet im Siedlungsraum der prußischen Pogesanier, die mit Beginn der Ordensherrschaft von den deutschen Siedlern schrittweise assimiliert wurden.
Auf dem Ortsgebiet wurde durch archäologische Ausgrabungen Keramik aus dem Frühmittelalter gefunden, was auf eine frühe Besiedlung dieses Landstreifens hindeutet, somit bereits vor der Zeit des Deutschen Orden.
Während der Ordenszeit gehörte das Dorf zum Kammeramt Liebstadt, innerhalb der Komturei Elbing. Im Königreich Preußen gehörte ab 1752 Seubersdorf zum Kreis Mohrungen, auch nach der Kreisreform von 1818 blieb diese Zugehörigkeit bis 1945 bestehen. Mit der Schaffung der preußischen Amtsbezirke 1874, entstand der Amtsbezirk Seubersdorf der jedoch über kein eigenes Standesamt verfügteGemeindelexikon für das Königreich Preußen I (1905, Ostpreußen), S. 162–173 und bereits 1882 in den Amtsbezirk Waltesdorf eingegliedert wurde.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 fiel Seubersdorf, als Teil des südlichen Ostpreußens, an Polen. Der Ort erhielt in dieser Folge seinen heutigen Namen Brzydowo.
Einwohnerzahlen bis 1945 +JahrEinwohner1885Gemeindelexikon für das Königreich Preussen, Berlin 1888, S. 184–1857331905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen I (1905, Ostpreußen), S. 162–1736541910Landkreis Mohrungen In: Gemeindeverzeichnis 1900. Abgerufen am 15. Mai 20266381933Michael Rademacher: Landkreis Mohrungen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 15. Mai 20266821939652
Religion In Seubersdorf soll früher auf dem Friedhof in der Nähe des wohl noch vorhandenen Glockenstuhls eine Kirche gestanden haben, die in der Schwedenzeit vernichtet wurde.Agathon Harnoch: Reichau, in: Chronik und Statistik der evangelischen Kirchen in den Provinzen Ost- und Westpreußen, Neidenburg 1890, S. 179
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Świątki