Alice Chalupny (* 1979 in Luzern) ist eine ehemalige Schweizer Wirtschaftsjournalistin mit Fokus auf Industrie- und Finanzberichterstattung, Sachbuchautorin und strategische Kommunikationsberaterin.
Werdegang Nach der Matura im Jahr 1999 absolvierte Chalupny ein Studium in Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Internationale Beziehungen an der Universität Zürich.
Sie begann ihre berufliche Laufbahn 1999 in der Medienbranche bei der Neuen Luzerner Zeitung. Zwischen 2005 und 2010 war sie für die Handelszeitung tätig, wo sie ab 2008 das Ressort «Unternehmen» leitete und als Blattmacherin tätig war. Von 2010 bis 2014 war sie Ressortleiterin «Wirtschaft» bei der SonntagsZeitung.Weitere Verstärkung für die Redaktion der SonntagsZeitung. Tamedia, 6. Juli 2010 (Medienmitteilung): «Auch auf Ebene der Ressortleiter verstärkt der neue Chefredaktor Martin Spieler, der seine Aufgabe Ende August 2010 antritt, sein zukünftiges Team. Auf Mitte August wird Alice Chalupny als neue Leiterin des Wirtschaftsressorts von der Handelszeitung eingewechselt, wo sie bislang das Ressort Unternehmen verantwortet. Sie ersetzt Beat Schmid, der voraussichtlich ins Reporter-Team der SonntagsZeitung wechselt.»Impressum. Redaktion. In: SonntagsZeitung. 2. Oktober 2011, S. 96: «Wirtschaft: Alice Chalupny (Leitung)» (via scribd.com).
2014 wechselte sie zur fenaco, wo sie anschliessend die Leitung der gruppenweiten Unternehmenskommunikation übernahm. Ab 2019 verantwortete sie die Unternehmenskommunikation der Versicherungsgesellschaft die Mobiliar. Chalupny war zudem Mitglied der Jury des Private-Medienpreises für Qualitätsjournalismus.Private-Medienpreis 2020. Die Jury. In: Private. 2020.
Chalupny lebt in Zürich und ist seit 2023 als strategische Kommunikationsberaterin tätig, spezialisiert auf Reputation und Krisenkommunikation. Sie ist Vorstandsmitglied der Schweizerischen Management Gesellschaft und seit 2024 Verwaltungsrätin beim Theater Winterthur.
2025 verantwortete sie im Auftrag der SRG SSR die Krisenkommunikation für den Eurovision Song Contest in Basel.
Sachbuch Alice Chalupny veröffentlichte 2011 ein Sachbuch unter dem Titel Victory & Vekselberg, das beim Verlag rüffer & rub in Zürich erschienen ist und die feindliche Übernahmeserie von Schweizer Industrieunternehmen wie Unaxis und Sulzer Mitte der 2000er Jahre aufarbeitet. Vekselberg ist die englischsprachige Schreibweise von Wiktor Felixowitsch Wekselberg. Das Sachbuch gilt als Zeitzeugnis der jüngeren Schweizer Wirtschafts- und Industriegeschichte. Die NZZ schrieb über das Sachbuch: «Es ist zu begrüssen, dass sie [Alice Chalupny] nicht der Versuchung nachgab, dramaturgisch noch eins draufzugeben: Der Inhalt enthält genügend Brisantes. […] Chalupny [liefert] einen lehrreichen und unterhaltsamen Einblick in das Gerangel um Macht und Geld auf den Chefetagen.»Bücher am Sonntag. In: NZZ am Sonntag. 29. Mai 2011 (PDF; 7,3 MB). Der Tages-Anzeiger äusserte: «Das flüssig geschriebene und übersichtlich gegliederte Werk bietet […] einen guten Einblick in die Fehler und Versäumnisse an den Spitzen von Sulzer und Co. und in das Treiben von Finanzjongleuren.»In: Tages-Anzeiger. 26. April 2011. HR Today resümierte: «Victory und Vekselberg. Der Poker um die Schweizer Industrie von Alice Chalupny [ist] die Geschichte von vier Investoren, die die Schweizer Wirtschaft drei Jahre lang in Atem hielten.»In: HR Today. 1. Mai 2011. Die Zeitschrift Saldo rezensierte es folgendermassen: «Die Autorin beleuchtet einen undurchsichtigen Fall der jüngeren Schweizer Wirtschaftsgeschichte und die Mechanismen im Börsenhandel.»In: Saldo. 9. Mai 2011. Die französischsprachige Wochenzeitung L’Hebdo in Lausanne lobte es: «Das Buch ist mehr als nur eine Enthüllungsrecherche; es erzählt die ganze Geschichte und liest sich wie ein Roman mit faszinierenden Details und einer eleganten Sprache.»In: L’Hebdo. 14. April 2011: «Plus qu’une enquête à révélations, le livre raconte l’histoire complète et se dévore comme un roman aux détails piquants et à la langue soignée.» seniorweb.ch bewertete es folgendermassen: «Ein überzeugend fachlich kompetentes, gründlich recherchiertes und bei aller unspektakulären Ausgewogenheit unerhört spannendes Sachbuch einer jungen Autorin!»Pressestimmen zu Victory und Vekselberg: Der Poker um die Schweizer Industrie. In: ruefferundrub.ch.
Weblinks Porträt und beruflicher Werdegang von Alice Chalupny auf konsulenten.ch Kurzporträt von Alice Chalupny auf der Website des Buchverlags rüffer & rub
Einzelnachweise
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