mini|Portal am Roncallihaus, 2026 Das Portal vor dem Roncallihaus ist das denkmalgeschützte barocke Portal der 1895 abgerissenen Paulinerkirche in Magdeburg in Sachsen-Anhalt.

Lage Das Portal befindet sich als Eingangsportal am Roncallihaus in der Magdeburger Altstadt auf der Westseite der Max-Josef-Metzger-Straße, an der Adresse Max-Josef-Metzger-Straße 13.

Geschichte mini|Paulinerkirche am Breiten Weg mit den beiden Eingangsportalen, 1894 Das barocke Portal entstand, neben einem weiteren Portal, im Jahr 1700 als eines der Eingangsportale der zu diesem Zeitpunkt zur Nutzung durch die Deutsch-reformierte Gemeinde wieder aufgebauten Paulinerkirche. Zuvor hatte die Kirche als Klosterkirche des Dominikanerklosters gedient. Der Wiederaufbau erfolgte nach Plänen des Baumeisters Heinrich Schmutze.Folkhard Cremer, Dehio, Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen-Anhalt I, Regierungsbezirk Magdeburg, Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2002, ISBN 3-422-03069-7, Seite 570. mini|Blick von der Heydeckstraße in die Prälatenstraße vor 1927, links das Portal an seinem neuen Standort nach Abriss der Paulinerkirche 1895 wurde die Kirche für die Errichtung der – heute als Justizzentrum Magdeburg genutzten – Hauptpost abgerissen. Die beiden Portale wurden jedoch geborgen und dem Museum übergeben. Sie wurden in die straßenwärts gelegene Hof- und Gartenmauer des damals neuen Provinzalsteuerdirektionsgebäudes in der Oranienstraße 1, der heutigen Danzstraße, integriert.Ralph Meyer, Geschichte der Deutsch-Reformierten Gemeinde zu Magdeburg, Zweiter Band, Verlag von Julius Neumann, Magdeburg 1914, Seite 594 Eines wurde später am Gebäude Am Dom 2, 3 aufgestellt, das andere blieb auf dem Grundstück der Provinzialsteuerdirektion am 1896 geschaffenen nördlichen Teil der Heydeckstraße. Ab 1994 wurde in der in Max-Josef-Metzger-Straße umbenannten Prälatenstraße das Roncallihaus gebaut, wobei das in der Nähe befindliche Portal erneut umgesetzt und als Eingangsportal des Gebäudes eingefügt wurde.

Architektur Das Portal wurde als großes rundbogiges Ädikulaportal aus Sandstein gestaltet. Es wird von flachen korinthischen Pilastern gerahmt, deren flache Plastizität typisch für Werke Schmutzes ist und auch bei der Gestaltung der Arkaden des Alten Rathauses zu finden ist. Bekrönt wird das Tor von einem auf dem Architrav ruhenden Sprenggiebel in Form eines Segmentbogens. In den Zwickeln des Bogens finden sich Palmzweige.

Im Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt ist das Portal unter der Erfassungsnummer 094 82784 als Baudenkmal verzeichnet.Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des Mitglied des Landtages Olaf Meister (Bündnis 90/Die Grünen) vom 24. Februar 2026 Drucksache 8/6626 (KA 8/3520) Entwicklung des Denkmalbestandes, Seite 228.

Das Portal gilt als architekturgeschichtlich bedeutend und als – neben dem Schwesterportal – einzig erhaltenem Zeugnis sakraler, barocker Architektur in Magdeburg.Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Band 14, Landeshauptstadt Magdeburg, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2009, ISBN 978-3-86568-531-5, Seite 414.

Literatur Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Band 14, Landeshauptstadt Magdeburg. Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2009, ISBN 978-3-86568-531-5, Seite 414. Folkhard Cremer: Dehio, Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen-Anhalt I, Regierungsbezirk Magdeburg. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2002, ISBN 3-422-03069-7, Seite 570.

Einzelnachweise

Portal vor dem Roncallihaus Portal vor dem Roncallihaus Kategorie:Tür Kategorie:Versetztes Bauwerk in Sachsen-Anhalt Kategorie:Erbaut 1700