Tiefental ist ein Wohnplatz im Ortsteil DallminAuflistung als Wohnplatz von Karstädt im Kommunalverzeichnis Brandenburg; abgerufen am 14. Mai 2026 der amtsfreien Gemeinde Karstädt im Landkreis Prignitz in Brandenburg.

Geografische Lage Der Wohnplatz liegt im Norden der Gemarkung von Karstädt und südöstlich von Dallmin. Im Nordosten liegt Kribbe, östlich Wittmoor sowie Strehlen im Südosten. Die Wohnbebauung erstreckt sich östlich der Kreisstraße 7038. Das Gelände befindet sich in einer leichten Senke auf einer Höhe von und steigt im Norden auf sowie im Süden auf an. Die Fläche wird von einem unbenannten Graben in westliche Richtung entwässert.Tiefental, Brandenburgviewer, abgerufen am 14. Mai 2026.

Geschichte 17. und 18. Jahrhundert Tiefental entstand aus einer Schäferei und wurde später als Vorwerk und Försterei genutzt. Die Siedlung wurde 1699 erstmals als am Tieffenthal urkundlich erwähnt. Weitere Nennungen waren 1701 die Tiefenthalische Feldmark, im Jahr 1708 als Dependahl und 1843 als Depenthal. Die Siedlung lag auf der Feldmark von Dallmin und gehörte stets zum Gutsbezirk beziehungsweise später zur Gemeinde Dallmin.

1699 ist erstmals Ackerland bei einem Teich im Bereich von Tiefental belegt. 1701 kam es zu einem Streit zwischen den Familien von Karstedt (zu Garlin) und von Rathenow (zu Pinnow) über die Beweidung der Tiefenthaler Feldmark durch Schafherden aus Mellen. 1708 bestand bereits eine Schäferei mit einem Pachtschäfer. 1734 wurden ein Schäfer und ein Knecht verzeichnet. 1745 ist die Schäferei weiterhin belegt.Lieselott Enders (Bearbeitung): Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Prignitz. Karte der Prignitz am Ende des Bandes (= Friedrich Beck, Klaus Neitmann [Hrsg.]: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil I; Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 3). 2., überarbeitete und wesentlich erweiterte Auflage, Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1997, ISBN 978-3-7400-1016-4. doi:10.35998/9783830542995, S. 65 1760 ist für Tiefental ein Pachtschäfer belegt. Im Jahr 1791 bestand die Anlage weiterhin als Schäferei mit einem Wohnhaus und zwei Feuerstellen. 1799 wurde der Ort bereits als Vorwerk bezeichnet.Lieselott Enders (Bearbeitung): Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Prignitz. Karte der Prignitz am Ende des Bandes (=Friedrich Beck, Klaus Neitmann [Hrsg.]: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil I; Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 3). 2., überarbeitete und wesentlich erweiterte Auflage, Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1997, ISBN 978-3-7400-1016-4. doi:10.35998/9783830542995, S. 65

19. und 20. Jahrhundert Im Jahr 1801 bestand eine Schäferei mit zwei Einliegern; es wurden zwei Feuerstellen gezählt. 1846 ist erneut eine Schäferei mit einem Wohnhaus nachgewiesen. 1860 wurde Tiefental als Vorwerk mit einem Wohngebäude und fünf Wirtschaftsgebäuden beschrieben. Die Fläche des Vorwerks umfasste insgesamt 702 Morgen, darunter 1 Morgen Gehöfte, 1 Morgen Gartenland, 600 Morgen Ackerland und 100 Morgen Wald.

Tiefental gehörte ursprünglich zum Gutsbezirk Dallmin im Kreis Westprignitz. Der Gutsbezirk Dallmin wurde am 30. September 1928 in die Gemeinde Dallmin eingegliedert.Amtsblatt der Regierung Potsdam 1928, S. 305 1931 wurde der Wohnplatz als Vorwerk Depenthal geführt.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1734 7 1772 5 1791 11 1801 8 1817 13 1837 14 1858 15 1871 6 1925 8

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Karstädt (Prignitz) Kategorie:Ort im Landkreis Prignitz Kategorie:Ersterwähnung 1699