Max Blumtritt (* 2. Dezember 1877 in Burg (bei Magdeburg); † 7. Dezember 1931 in Hof an der Saale) war ein deutscher Bildhauer und Gewerkschafter sowie Mitglied des Bayerischen Landtags.

Leben Max Blumtritt verließ die Mittelschule ohne Abschluss, betätigte sich als Bildhauer und war von 1905 bis 1907 Vorsitzender der Filiale des Bildhauerverbandes und zur gleichen Zeit Mitglied des Vorstandes des Gewerkschaftskartells. Als Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands hatte er von 1906 bis 1908 einen Sitz im Stadtrat in Burg. Nach dem Studium an der zentralen SPD-Parteischule in Berlin, die von August Bebel gegründet wurde, war er Schüler von Rosa Luxemburg.SPD-Stadtverband Hof: Geschichte der Hofer Sozialdemokratie von 1872 bis heute (Digitalisat) Im Januar 1909 wechselte er als Redakteur zur Oberfränkischen Volkszeitung in Hof/Saale. Dort war er von 1911 bis 1917 Vorsitzender des SPD-Ortsverbandes und hatte einen Sitz im Magistrat der Stadt. Mit dem gesamten SPD-Vorstand trat er in diesem Jahr in die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) ein. Nach deren Bruch mit der SPD im Jahre 1922 schloss er sich der Vereinigten Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (VSPD) an, bis er 1924 zur SPD zurückkehrte.

Am 10. November 1918 proklamierte er vor tausenden Hofern auf dem Hallplatz die sozialistische Republik und ließ sich zum Vorsitzenden des per Akklamation gebildeten Arbeiter- und Soldatenrates wählen.Bavarikon: Der Hofer USPD-Politiker Max Blumtritt (1877-1931), 1925 (Digitalisat)

1919 kandidierte er für die USPD bei den Wahlen zum Deutschen Reichstag.

Vom 12. Januar 1919 bis zum 6. Juni 1920 hatte er ein Mandat für den 1. Bayerischen Landtag gewählt im Stadtkreis Hof. In einer Brandrede im Landtag kündigte er an, dass sich die Ernährungslage in den Städten schon bald zu einer Hungerrevolution entwickeln würde. Bei den folgenden Landtagswahlen (2. bis 4. Wahlperiode) erreichte er wieder einen Platz im Parlament.

Arthur Tübel wurde sein Nachfolger im Amt.

Ehrungen und Auszeichnungen In Hof wurde die Max-Blumtritt-Straße nach ihm benannt und das Senioren-Wohnheim der Arbeiterwohlfahrt trägt seinen Namen

Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtags (Weimarer Republik, 1. Wahlperiode)

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Einzelnachweise

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