Eisfrauen ist ein deutscher Dokumentarfilm von Jens Becker und Dorothea Braun. Er widmet sich Frauen in der Geschichte der Arktisforschung, die in Vergessenheit geraten sind. Der Film feierte am 9. Mai 2026 auf dem 41. DOK.fest in München Premiere.
Inhalt Der 90-minütige Dokumentarfilm erzählt die Geschichte von drei Pionierinnen früher Arktisexpeditionen: Im Mittelpunkt stehen die amerikanische Entdeckerin Josephine Peary, die Iñupiat Ada Blackjack sowie die Forschungsreisende Louise Arner Boyd.
Der Film hebt sich bewusst von der klassischen männlichen Heldenerzählung der Eroberung ab, zeichnet ein vielschichtiges Bild der Polarregion und beschreibt die Arktis als einen bewohnten Kulturraum. Erzählerisch schlägt der Film auch eine Brücke zur Gegenwart der Polarforschung und begleitet heutige Wissenschaftlerinnen in den Fußstapfen dieser frühen „Eisfrauen“.
Rezeption In der Süddeutschen Zeitung beschreibt Barbara Hordych, dass der Film „neben Aufnahmen von Eislandschaften vor allem durch Briefe, Tagebucheinträge und Fotos, die mit klugen Animationen verknüpft werden, faszinierende Einblicke in lang vergessene weibliche Biografien vermittelt“. Nick Cunningham schildert in businessdoceurope, dass Jens Becker und Dorothea Braun ihren „Fokus eindeutig auf den Mut, die Widerstandsfähigkeit und den wissenschaftlichen Beitrag von Frauen in der Arktis richten. Sie zeigen auch, wie diese beeindruckenden historischen Frauenvorbilder neue Generationen von Forscherinnen und Führungskräften inspirieren“. Sabrina Vetter führt in Filmlöwin aus, dass „der Dokumentarfilm auf verschiedene Weise Brücken zwischen damals und heute [schlägt] und zeigt, dass und wie Leerstellen über (absichtlich) Vergessene gefüllt werden“.
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Dokumentarfilm