mini|St. Ulrich in Danstedt Die evangelische Kirche St. Ulrich (auch: St. Udalrici) ist eine barocke Saalkirche in Danstedt (Gemeinde Nordharz) im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zum Pfarrsprengel Ströbeck im Kirchenkreis Halberstadt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Namensgeber der Kirche ist Ulrich von Augsburg.
Geschichte und Architektur Die barocke Saalkirche von 1720 schließt an einen eingezogenen Westturm mit schlankem Spitzhelm eines mittelalterlichen Vorgängerbauwerks an. Das im Osten dreiseitig geschlossene Schiff wird durch hohe schmale Rundbogenfenster gegliedert.
Das Turmuntergeschoss ist mit einem großen Rundbogen zum langgestreckten Kirchenschiff geöffnet. Das Schiff wird durch ein bemaltes hölzernes Tonnengewölbe geschlossen. Eine hufeisenförmige, hölzerne Empore auf gedrehten Stützen mit Balusterbrüstung ist eingebaut. Im Westen darüber ist eine zurückschwingende Orgelempore eingebaut.
In den Jahren nach 1970 sollte die Kirche aufgegeben werden. Bis zum Jahr 2010 konnte die Kirche mit Hilfe eines Förderkreises wiederhergestellt werden. In jenem Jahr erhielt die Kirche einen neuen Turmknopf.Information auf der Website von Danstedt.
Die Kirche steht unter Denkmalschutz und ist als Baudenkmal mit der Erfassungsnummer 094 00182 im Denkmalverzeichnis von Sachsen-Anhalt eingetragen.
Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein Kanzelaltar aus dem Jahr 1730, der aus einem großen, reichgeschnitzten Säulenaufbau besteht. Am Kanzelkorb sind Christus und die vier Evangelisten dargestellt, über den Durchgängen stehen Petrus und Paulus als große Freifiguren. Im Aufsatz zeigt ein Gemälde die Grablegung zwischen Mose und Johannes dem Täufer, darüber Christus mit der Siegesfahne.
Ein dreiteiliger barocker Orgelprospekt mit geschnitzten Akanthuswangen und Schleierwerk stammt von der vorherigen Orgel des Johannes Adolarius Papenius. Die heutige Orgel ist ein Werk der Firma Ladegast & Sohn aus dem Jahr 1888 mit 24 Registern auf zwei Manualen und Pedal, eine Restaurierung durch die Firma Orgelbau Reinhard Hüfken wurde in den Jahren 1997/98 vorgenommen. Zwei barocke Kronleuchter sind ebenfalls erhalten.
Literatur
Weblinks
Informationen auf der Website des Kirchenkreises Halberstadt
Einzelnachweise
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