Sophie Klußmann (* 1976 in Freiburg im Breisgau) ist eine deutsche Opern- und Konzertsängerin der Stimmlage Sopran. Sie tritt international als Konzert-, Lied- und Opernsängerin in Erscheinung und ist seit dem Wintersemester 2023/24 Dozentin für klassischen Gesang an der Universität der Künste Berlin.

Leben und Wirken

Sophie Klußmann wurde in Freiburg im Breisgau geboren. Sie studierte Gesang an der Hochschule für Musik Detmold bei Thomas Quasthoff und absolvierte ihr Konzertexamen in Köln bei Klesie Kelly-Moog. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie in Meisterkursen bei Margreet Honig und Dunja Vejzovic; zudem arbeitete sie mit der Kammersängerin Brigitte Eisenfeld zusammen.

Bereits während ihres Studiums war Klußmann Mitglied des Rundfunkchors Berlin. Erste Opernerfahrungen sammelte sie 2008 an der Komischen Oper Berlin in Christian Josts Oper Angst. Von 2009 bis 2011 gehörte sie dem Ensemble der Oper Halle an, wo sie unter anderem als Pamina in Mozarts Die Zauberflöte, Cherubino in Le nozze di Figaro sowie als Nannetta in Verdis Falstaff auftrat.

Im Rahmen der Händelfestspiele debütierte sie als Dorinda in Händels Orlando unter der Regie von Nico Hümpel und der musikalischen Leitung von Bernhard Forck. Weitere Opernengagements führten sie unter anderem an die Komische Oper Berlin, das Staatstheater Cottbus sowie nach Wuhan in China. Zu ihrem Repertoire zählen außerdem Partien wie Rosalinde in der Operette Die Fledermaus, Micaëla in Bizets Carmen sowie Hanna Glawari in Lehárs Die lustige Witwe.

Als Konzertsängerin arbeitete Klußmann mit Dirigenten wie Vladimir Jurowski, Christoph Eschenbach, Marek Janowski, Ingo Metzmacher, Helmuth Rilling, Marcus Bosch, Michael Gielen und Martin Haselböck zusammen. Konzertauftritte führten sie unter anderem in die Berliner Philharmonie, den Wiener Musikverein, die Tonhalle Zürich, das Théâtre du Châtelet in Paris, das Muziekgebouw Amsterdam sowie in die Hong Kong Concert Hall und das National Centre for the Performing Arts in Peking.

Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt im Bereich der zeitgenössischen Musik. Sie interpretierte Werke von Luigi Nono, György Kurtág, György Ligeti und Karlheinz Stockhausen und arbeitete dabei unter anderem mit dem Ensemble Musikfabrik und dem SWR zusammen. Daneben widmet sie sich intensiv dem Lied- und Kammermusikrepertoire und trat mit Musikern wie Oliver Triendl, Bengt Forsberg, Alfredo Perl sowie dem Scharoun Ensemble Berlin auf.

Im Bereich der historischen Aufführungspraxis arbeitete Klußmann mit Künstlern wie Marcus Creed, Václav Luks und Attilio Cremonesi zusammen. Gemeinsam mit dem Lautenisten Hopkinson Smith erarbeitete sie Programme mit Renaissance-Liedern, die zu internationalen Konzert- und Meisterkurseinladungen führten.

Seit dem Wintersemester 2023/24 ist Sophie Klußmann Dozentin für klassischen Gesang an der Universität der Künste Berlin.

Auszeichnungen

Preisträgerin des Mozart-Wettbewerbs Würzburg Förderung durch die Trude-Eipperle-Stiftung

Diskografie (Auswahl)

Karl Weigl – Ausgewählte Lieder (mit Oliver Triendl, Capriccio) Das Lied der Frauen – Lieder von Ella Adaïewsky, Clara Schumann und Alma Mahler (daVinci) Japanese Songs (Hänssler Classic) Grete von Zieritz: Orchesterlieder (Hänssler Classic, 2024) Chansons & Frottole (mit Hopkinson Smith, Naïve, 2025)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Opernsänger Kategorie:Sopran Kategorie:Hochschullehrer (Universität der Künste Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1976 Kategorie:Frau