Die 540. Lwiw Flugabwehrraketenbrigade benannt nach Iwan Wyhowskyj (Militäreinheit Nr. A4623; , 540 ЗРБр, в/ч: A4623) ist eine Brigade der ukrainischen Luftstreitkräfte.
Geschichte Die heutige Brigade wurde am 1. Mai 1944 in Dnipropetrowsk als 540. Flugabwehrraketenregiment gegründet. Es schütze als Teil der Roten Armee den Luftraum in den Gebieten der Ukraine.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion im Jahr 1992 leisteten die Angehörigen des 540. Regiments einen Treueid auf das ukrainische Volk.
Am 21. April 1999 wurde dem Regiment der Ehrentitel Lwiw verliehen.
Am 23. Juni 2006 wurde dem Regiment eine Truppenfahne überreicht.
In 2008 erhielt der Verband durch Dekret des Präsidenten zusätzlich den Ehrentitel benannt nach Hetman Iwan Wyhowskyj.
Das Regiment war der letzte Luftabwehrverband der Ukraine der die sowjetischen S-200V-Langstreckenraketen außer Dienst stellte. Dies geschah am 30. Oktober 2013 mit der Auflösung der S-200-Dywision des Regiments.
Im Jahr 2019 gewann das Regiment den jährlichen Wettbewerb um den Titel „Beste S-300 Flugabwehrraketendywision“ und sicherte sich den Hauptpreis von 180.000 Hrywnja, nachdem es die meisten Ziele erfolgreich zerstört hatte.
Russisch-Ukrainischer Krieg
mini|200px|links|Soldaten der Brigade zeigen ihren Flakpanzer Gepard Im März 2021 wurde eine Dywision des Regiments in der Oblast Wolyn auf dem Luftwaffenstützpunkt Luzk stationiert, um die Luftverteidigung zu verstärken.
Zu Beginn der russischen Vollinvasion in 2022 wurde der Stützpunkt bei Luzk durch zwei Raketenangriffe, am 27. Februar und 11. März, schwer beschädigt. Laut des Bürgermeisters Ihor Polischtschuk wurde der Stützpunkt fast vollständig zerstört.
Am 5. August 2023 erhielt der Verband die Ehrenauszeichnung Für Mut und Tapferkeit von Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Im Jahr 2025 wurde das Regiment zur Brigade erhoben und wurde somit die 540. Flugabwehrraketenbrigade.
Ausrüstung TypBildHerkunftFunktionAnzahlAnmerkungFlugabwehrraketenS-300PT160pxLangstrecken-Boden-Luft-Lenkwaffensystem?MIM-104 Patriot160pxMedium Extended Air Defense System?Ab 2023 erhaltenIRIS-T SLM160pxMedium Extended Air Defense System?Ab Oktober 2022 von Deutschland erhaltenFlugabwehrpanzerGepard160pxBekämpfung von Flugzeugen und Helikoptern im Nahbereich?Ab Juli 2022 von Deutschland und weiteren ehemaligen Gepard-Nutzern erhaltenRadare und FührungsstellenTRML-4D160pxNahbereichsradar für Luftraumüberwachung und Einsatzführung von Flugabwehrwaffen?Nach 2022 von Deutschland geliefert
Kommandeure 200px|mini|Brigadesoldat Dmytro vor seinem Flakpanzer Gepard Oberst Jurij Holuschko (1992–1996) Oberst Wiktor Matschok (1996–1999) Oberst Wjatscheslaw Schamko (1999–2001) Oberst Oleh Struzinskyj (2001–2003) Oberst Iwan Sinko (2003–2006) Oberst Wolodymyr Storoschenko (2006–2010) Oberst Oleksandr Humenjuk (2011–2017) Oberst Witalij Palahuta (2017–2018)
Einzelschicksale Im Februar 2026 veröffentlichte die ukrainische Luftwaffe einen Bericht über einen Dywisionskommandeur der Brigade namens Oleksandr. Er habe seit Beginn der Vollinvasion mit seiner Truppe um die 60 Luftziele zerstört, die meisten davon Marschflugkörper. Die meiste Zeit war seine Truppe mit S-300 und NASAMS ausgestattet, jetzte befehligt er eine Einheit die mit Patriot-Systemen ausgerüstet ist.
Siehe auch 1039. Flugabwehrraketenregiment 14. Radartechnische Brigade 107. Raketenartilleriebrigade 16. Heeresfliegerbrigade
Einzelnachweise
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