Itzulia Women 2022 war ein Etappenrennen für Frauen. Es fand vom 13. bis 15. Mai des Jahres im spanischen Baskenland statt und zählte zur UCI Women’s WorldTour 2022.

Es handelte sich um die erste Austragung dieses Rennen, das als Ersatz für die 2019 eingestellte Emakumeen Bira konzipiert war. Sie hätte bereits 2021 stattfinden sollen, war jedoch infolge der Corona-Pandemie abgesagt und durch das Eintagesrennen Donostia San Sebastián Klasikoa ersetzt worden. Mit Einführung der Itzulia wurde die Klasikoa eingestellt, ihr Parcours bildete nunmehr die Schlussetappe der Itzulia.

Streckenführung

Das Rennen bestand aus drei Etappen, die die drei Provinzen der Autonomen Gemeinschaft Baskenland durchquerten. Vom Start in Gasteiz, dem Hauptort der Provinz Álava, ging es unmittelbar in eine Steigung über die Berge südlich der Stadt und von dort bergab Richtung Labastida, wo sich eine 60 km lange Schlussrunde mit zwei weiteren Bergwertungen anschloss, die auch die angrenzende Region La Rioja streifte.

Die zweite Etappe begann und endete im Bergdorf Mallabia bei Eibar und spielte sich hauptsächlich in der Provinz Bizkaia ab. Sie war durch stetige Anstiege und Abfahrten gekennzeichnet und enthielt sechs Bergwertungen mit jeweils etwa 200 bis 400 Steigungsmetern.

Die dritte Etappe begann und endete in San Sebastián, ihr Parcours war identisch zum Klasikoa-Parcours von 2021. Sie enthielt auf 140 km Länge vier ausgewiesene Steigungen. Die wichtigsten waren der Jaizkibel 50 km vor dem Ziel und der steile Anstieg nach Murgil 10 km vor dem Ziel.

Der Parcours war daher prädestiniert für gute Bergfahrerinnen. Die beiden dominanten Fahrerinnen der letzten Jahre, Anna van der Breggen und Annemiek van Vleuten, standen allerdings nicht am Start; van der Breggen hatte ihre Karriere beendet, und van Vleuten musste eine Handverletzung auskurieren.

Rennverlauf

1. Etappe

Erst nach 30 km bildete sich eine vierköpfige Ausreißergruppe, deren letzte Vertreterin Mireia Benito zu Beginn der letzten Bergwertung eingeholt wurde. Es kam eine neue Spitzengruppe zustande, diesmal mit Favoritinnen wie Elise Chabbey, Ashleigh Moolman-Pasio, Demi Vollering und Lucinda Brand, doch fand das Peloton 18 km vor dem Ziel dank der Tempoarbeit von Team DSM wieder Anschluss. Bald darauf attackierte Kristen Faulkner, gefolgt von Pauliena Rooijakkers und erneut Vollering. Diese Gruppe gewann bald eine halbe Minute Vorsprung und machte den Sieg in Labastida unter sich aus, wobei sich Vollering durchsetzte. Liane Lippert gewann den Sprint der zweiten Gruppe.

2. Etappe

Eine siebenköpfige Ausreißergruppe wurde am Fuß der letzten Bergwertung eingeholt. Gegen Ende dieser Steigung kamen Marta Cavalli, Demi Vollering, Olivia Baril, Juliette Labous und Pauliena Rooijakkers vom Rest des Pelotons frei und verteidigten einen 20-sekündigen Vorsprung bis zum Zielort. Dort setzte sich erneut Vollering durch und festigte ihre Führung im Gesamtklassement.

3. Etappe

Von einer fünfköpfigen Ausreißergruppe blieb auf den Flanken des Jaizkibel nur noch Morgane Coston übrig, während sich das Peloton auf etwa 40 Fahrerinnen reduzierte. In der Übergangsphase zum Murgil überbrückten Shirin van Anrooij und Jeanne Korevaar die Lücke zu Coston und begannen den Schlussanstieg mit einer Minute Vorsprung. Van Anrooij ließ ihre Begleiterinnen alsbald hinter sich und wurde erst 300 Meter vorm Ende der Steigung von einer zehnköpfigen Gruppe eingeholt. Demi Vollering ging sogleich in eine Gegenattacke und gewann auch diese Etappe mit 15 Sekunden Vorsprung. Liane Lippert setzte sich im Sprint der Verfolgerinnen durch.

Vollering gewann neben dem Gesamtklassement auch die Punktewertung, während Elise Chabbey das Bergtrikot holte. Als Vierte des Gesamtklassements war Niamh Fisher-Black beste Nachwuchsfahrerin. Die Mannschaftswertung gewann Team DSM.

Teilnehmende Teams

Weblinks

Parcours auf La Flamme Rouge

Einzelnachweise

#2022 Kategorie:Radrennen 2022