Donostia San Sebastián Klasikoa 2021 war die zweite und zugleich letzte Ausgabe dieses Eintagesrennens für Frauen. Sie fand am 31. Juli des Jahres rund um die baskische Stadt Donostia / San Sebastián statt, zugleich mit der Clásica San Sebastián 2021 der Männer, und zählte zur UCI Women’s WorldTour 2021.
Vorgeschichte
Mit dem seit 1988 organisierten Etappenrennen namens Emakumeen Bira gab es im Frauenradsport seit längerem ein Äquivalent zur Baskenland-Rundfahrt der Männer. 2018 beschloss man, auch das bedeutendste baskische Eintagesrennen, die Clasicá San Sebastián, um ein Frauenrennen zu erweitern, was 2019 erstmals umgesetzt wurde. Während das Etappenrennen zur Women’s WorldTour gehörte, war das Eintagesrennen der Klasse 1.1 zugeordnet.
2019 wurde Emakumeen Bira jedoch nach Unstimmigkeiten über die Finanzierung eingestellt, und 2020 fielen die baskischen Radrennen allesamt der Corona-Pandemie zum Opfer.
Im ursprünglichen Rennkalender der Women’s WorldTour 2021 war erneut ein baskisches Etappenrennen vorsehehen, nunmehr unter dem Namen Itzulia Women. Dieses war vom 14. bis 16. Mai geplant. Angesichts der fortdauernden Corona-Pandemie änderte man die Pläne. Die Einführung der Itzulia wurde um ein Jahr verschoben und stattdessen Donostia San Sebastián Klasikoa für den 31. Juli in die WorldTour aufgenommen. Dieser Termin lag nur wenige Tage nach den Wettkämpfen der Olympischen Spiele von Tokio.
Streckenführung
Der Parcours enthielt auf 140 km Länge vier ausgewiesene Steigungen. Er wandte sich von San Sebastián zunächst Richtung Westen nach Orio und von dort bergauf nach Aia. Es schloss sich eine fast 50 km lange, flache Übergangsphase an, bis mit dem Jaizkibel der größte der vier Anstiege erklommen wurde. Dieser wurde auf dem westlichen Anstieg in Angriff genommen und sein höchster Punkt rund 50 km vor dem Ziel erreicht.
Nach der Abfahrt erreichte die Strecke bei Irun ihren östlichsten Punkt. Auf der Rückfahrt Richtung San Sebastián passierten die Fahrerinnen bei Gurutze den kleinsten der drei Anstiege. Der vierte und letzte Anstieg von Murgil westlich von San Sebastián war der steilste mit 10 % Steigung auf zwei Kilometern Länge. Der höchste Punkt wurde 10 km vor dem Ziel erreicht, von dort ging es bergab nach San Sebastián, in dessen Stadtmitte sich das Ziel befand.
Rennverlauf und Ergebnis
Auf dem Jaizkibel bildete sich eine dreiköpfige Spitzengruppe aus Évita Muzic, Pauliena Rooijakkers und Ane Santesteban, zu denen sich später noch Audrey Cordon-Ragot, Olivia Baril und Tatiana Guderzo gesellten. Diese Gruppe hatte zeitweilig zwei Minuten Vorsprung. Im Anlauf zur Schlusssteigung machte Team Movistar, dessen Fahrerinnen nicht in der Spitzengruppe vertreten waren, das Tempo im Peloton und halbierte den Rückstand. Movistars Spitzenfahrerin Annemiek van Vleuten entledigte sich auf dem Anstieg aller Konkurrentinnen, überholte mit Cordon-Ragot die letzte der Ausreißerinnen und gewann überlegen das Rennen. Nur drei Tage zuvor hatte sie noch in Japan das olympische Einzelzeitfahren gewonnen; sie war auch die einzige Fahrerin am Start, die dieses bestritten hatte. Ruth Winder wurde Zweite, Guderzo gewann den Sprint einer kleinen Gruppe um den dritten Platz.
Teilnehmende Mannschaften
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Einzelnachweise
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