Martin Wolf (* 9. Oktober 1963) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler, der auf der Position eines Torhüters spielte.

Sportlicher Werdegang Wolf stand ab 1982 beim seinerzeitigen Zweitligisten Kickers Offenbach im Kader, dabei war er hinter Valentin Herr zusammen mit Uli Schauberger einer der Ersatztorhüter. Weder während der Aufstiegssaison 1982/83, der mit dem direkten Wiederabstieg endenden Bundesligasaison 1983/84, in der Nachwuchsmann Oliver Reck Herr verdrängte, oder der mit dem Absturz ins Amateurlager endenden folgenden Spielzeit kam er unter den Trainern Lothar Buchmann, Hermann Nuber, Fritz Fuchs und Horst Heese zum Einsatz.

Nach dem Wechsel Recks zu Werder Bremen bestimmte der neue Trainer Wilfried Kohls, einst selbst OFC-Torhüter, vor der Spielzeit 1985/86 Wolf zum neuen Stammtorhüter in der Oberliga Hessen. In 28 Saisonspielen stand er auf dem Platz und wurde nur zeitweise von Nachwuchsmann Jürgen Rollmann vertreten, da er unter anderem wegen Rückenproblemen pausieren musste.Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Wo Klappmesser zur Auflockerung beitragen“ (7. November 1985, S. 42) Als Hessenmeister erreichte er mit dem Klub die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga, in der er in allen sechs Partien das Tor hütete. Zwar blieben die Kickers dabei ohne Niederlage, mit fünf Unentschieden und nur einem 5:2-Erfolg über Schlusslicht TSV 1860 München, das beim 0:0-Remis im Hinspiel seinen einzigen Punkt geholt hatte, reichte es bei sieben Punkten hinter den jeweils achtfach punktenden Aufsteigern FSV Salmrohr und SSV Ulm 1846 nur zum dritten Platz. Dennoch holte der Klub Bernd Fuhr vom Karlsruher SC zurück, der nach seiner Reamateurisierungssperre, während der Wolf in neun Spielen und einmal Schauberger zu Beginn der folgenden Oberligasaison im OFC-Tor standen, ab Oktober 1986 Stammtorhüter war.Frankfurter Allgemeine Zeitung: „"Laßt mir Ruhe, dann bringe ich Leistung" – Bernd Fuhr steht wieder im Tor der Offenbacher Kickers“ (10. Oktober 1986, S. 56) Als erneuter Hessenmeister belegte die Mannschaft in der Aufstiegsrunde vor Mitaufsteiger SpVgg Bayreuth, Eintracht Trier und dem SV Sandhausen dieses Mal den ersten Platz.

Am zweiten Spieltag der Zweitligasaison 1987/88 verletzte sich Fuhr beim 2:0-Auswärtserfolg bei Arminia Bielefeld und Trainer Dieter Renner verhalf Wolf als Einwechselspieler zum Profidebüt. Insgesamt kam er in drei Saisonspielen zum Einsatz, als der Klub als Tabellenachter die Klasse hielt. Nach dem Abstieg am Ende der folgenden Saison aufgrund eines Lizenzentzugs durch den DFB blieb er erneut in der Oberliga Hessen dem Klub treu, war aber weiterhin hinter Fuhr Ersatzmann und vertrat diesen in den letzten vier Spielen der als Tabellendritter abgeschlossenen Oberligasaison 1989/90. Nach Fuhrs Abgang in Richtung Preußen Münster rückte er zunächst wieder zur Nummer 1 auf, ehe nach dem Auswärtsspiel bei Eintracht Haiger am 1. September 1990 René Keffel ihn in der Folge verdrängte. Dabei war eine lautstarke Fanfare in Wolfs Nähe abgespielt worden, der dennoch durchspielte. In der Folge wurde Eintracht Haiger bestraft.Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Abzug von zwei Punkten in eine Platzsperre umgewandelt“ (3. November 1990, S. 61)

Nach seinem Karriereende übernahm Wolf die A-Jugendmannschaft des Klubs als Trainer. Anfang 1996 rückte er unter dem neu verpflichten Cheftrainer Ronald Borchers als Assistent ins Funktionsteam bei der Wettkampfmannschaft. Im Sommer des Jahres ersetzte ihn Jörg Hambückers als Trainerassistent, er kehrte zur A-Jugend zurück.Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Offenbach plant mit knapp drei Millionen Mark“ (24. Mai 1996, S. 75)

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Einzelnachweise

Kategorie:Fußballtorhüter (Kickers Offenbach) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1963 Kategorie:Mann