Anton Jäcklein (* 21. April 1834 in Volkach; † 25. März 1919 in Bamberg) war ein bayerisch-deutscher Lehrer und Historiker.
Leben Anton Jäcklein wurde am 21. April 1834 in der königlich-bayerischen Stadt Volkach im gleichnamigen Landgericht geboren. Bis 1858 studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zunächst war Jäcklein als Studienlehrer an der Lateinschule in Dillingen an der Donau tätig, später wurde er Gymnasialprofessor im Gymnasium Straubing, dem heutigen Anton-Bruckner-Gymnasium. Mit der Gründung des sogenannten Neuen Gymnasiums in Bamberg, dem heutigen Franz-Ludwig-Gymnasium, wurde er 1890 in das dortige Kollegium berufen.Bamberger Tagblatt Mittwoch, 23. Juli 1890 (56. Jahrgang/Nr. 198). S. 1. Im Jahr 1904 trat er in den Ruhestand, den er in Bamberg verbrachte.
Bereits 1874 können erste Veröffentlichungen mit einem regionalhistorischen Schwerpunkt ausgemacht werden. Seine Geburtsstadt Volkach beauftragte ihn mit der Erforschung der Bestände des Volkacher Stadtarchivs und begründete damit den Verbleib der Akten vor Ort. Am 17. Mai 1893 wurde Anton Jäcklein das Ehrenbürgerrecht der Stadt Volkach verliehen.W. G. A. Haupt: Ehrenbürger und verdiente Bürger aus Volkach. In: Volkach am Main 1258–1958. Volkach 1958. S. 51–61, hier S. 55. Jäcklein starb am 25. März 1919 in Bamberg. Sein Nachlass wird im Staatsarchiv Bamberg aufbewahrt, die Büchersammlung, etwa 420 Bände mit einem Schwerpunkt auf fränkischer Geschichte, gelangte im Jahr 1919 an die Universitätsbibliothek der heutigen Universität Erlangen-Nürnberg. Die Professor-Jäcklein-Straße in der Oberen Vorstadt in Volkach erinnert an den Historiker.W. G. A. Haupt: Ehrenbürger und verdiente Bürger aus Volkach. In: Volkach am Main 1258–1958. Volkach 1958. S. 51–61, hier S. 56.
Werke (Auswahl) Neben den Monografien veröffentlichte Jäcklein eine Vielzahl von Aufsätzen zu lokalhistorischen Themen. Dabei erschienen die meisten Arbeiten in Reihen aus dem Umfeld des Historischen Vereins für Oberfranken in Bamberg. Der Verein wählte Jäcklein im Jahr 1870 zum Sekretär. Daneben trat Jäcklein als Vortragsredner mit Themen aus dem Umfeld seiner Publikationen in Erscheinung. mit Joseph Metzner: Das Nekrologium des ehemaligen Franziskanerklosters in Bamberg. In vollständigem Auszuge herausgegeben von Anton Jäcklein mit Wappenschildern und einer Abbildung der Klostergebäude versehen von Joseph Metzner. Bamberg 1874. Cicero’s Verbannung (= Programm Bamberg, Königl. Lyceum u. Königl. Studien-Anstalt 1874/75). Gärtner, Bamberg 1875. Digitalisat Die Frithjofsage aus dem Altnordischen übersetzt (= Programm der Königlichen Studienanstalt Straubing). Straubing 1882. Digitalisat M. Andreas Presson, Nachahmer der Trutz-Nachtigall (= Wissenschaftliche Beilage zum Jahresbericht des neuen Gymnasiums Bamberg). Bamberg 1892. Digitalisat Hugo von Trimberg, Verfasser einer „Vita Mariae rhythmica“ (= Programm des königlichen Neuen Gymnasium Bamberg 1900/1901). Nagengast, Bamberg 1901. Digitalisat Das Bürger-Spital in Volkach a. M. Sein Anhang, seine Erneuerung und Erweiterung. Von der Spitalanwaltung veröffentlicht zur Jahrhundertfeier 1801–1901. Joseph Schmitt, Volkach am Main 1903.
Literatur W. G. A. Haupt: Ehrenbürger und verdiente Bürger aus Volkach. In: Volkach am Main 1258–1958. Volkach 1958. S. 51–61.
Weblinks Deutsche Biographie: Jäcklein, Anton
Einzelnachweise
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