Ivan Kozák (* 18. Juni 1970 in Považská Bystrica, Tschechoslowakei) ist ein ehemaliger slowakischer Fußballspieler.
Sportlicher Werdegang Kozák rückte vom MŠK Púchov kommend Ende der 1980er Jahre bei Dukla Banská Bystrica in den Kader der Wettkampfmannschaft, die in der 1. fotbalová liga antrat. Am Ende der Spielzeit 1991/92 belegte er mit der Mannschaft in der höchsten Spielklasse nur den letzten Platz und stieg mit der Mannschaft in die Zweitklassigkeit ab. Parallel hatte er sich jedoch in den Kreis der tschechoslowakischen U-21-Auswahlmannschaft gespielt. Nach der Gründung der Slowakei 1993 trat er mit dem Klub in der neu gegründeten 1. liga als höchster nationaler Spielklasse an, wo er mit der Mannschaft in der Abstiegsrunde der Auftaktsaison 1993/94 die Klasse hielt.
Nachdem Kozák die reguläre Saison der Spielzeit 1994/95 noch bei Dukla Banská Bystrica bestritten hatte, wechselte der nach seinem Debüt im August 1994 gegen Malta zum slowakischen Nationalspieler avancierte Abwehrspieler vor Beginn der Meisterrunde zum 1. FC Košice. Mit dem Klub wurde er ebenso wie in der folgenden Saison Vizemeister hinter ŠK Slovan Bratislava. In der Spielzeit 1996/97 gewann er mit dem Klub den Meistertitel, zudem er mit sechs Toren in 29 Saisonspielen beitrug. In der UEFA Champions League 1997/98 erreichte er mit der Mannschaft nach Erfolgen über ÍA Akranes und Spartak Moskau in den beiden Qualifikationsrunden die Gruppenphase, wo er jedoch mit ihr gegen Manchester United, den späteren Finalisten Juventus Turin und Feyenoord Rotterdam chancenlos war und ohne Punktgewinn als Gruppenletzter ausschied. In der nationalen Meisterschaft gelang jedoch mit zwie Punkten Vorsprung vor Vizemeister FC Spartak Trnava die erfolgreiche Titelverteidigung.
Anfang 1999 wechselte Kozák nach Deutschland, wo er sich Tennis Borussia Berlin anschloss. Der Aufsteiger spielte in der Zweitligasaison 1998/99 vorne mit und stand zeitweise auf einem Aufstiegsplatz, in neun Einsätzen in der Rückrunde trug er zum Erreichen des sechsten Tabellenplatzes bei. In der folgenden Saison bestritt er 28 Saisonspiele, dabei musste er nach je einer gelb-roten und roten Karte Zwangspausen einlegen. Dem Berliner Klub wurde im Frühjahr 2000 die Lizenz entzogen. Daraufhin wechselte er im Sommer auf Leihbasis zum belgischen Klub Sporting Lokeren, das Leihgeschäft wurde jedoch nach wenigen Wochen abgebrochen. In der Regionalligasaison 2000/01 war er Teil einer neu zusammengewürfelten und anfangs vom vormaligen Jugendtrainer Mirko Slomka trainierten TeBe-Mannschaft, die jedoch auch hier chancenlos war und in die Viertklassigkeit durchgereicht wurde.
Kozák ging innerhalb Berlins zum Regionalligameister 1. FC Union Berlin, der in die 2. Bundesliga aufgestiegen war. Hier war er in der Spielzeit 2001/02 über weite Stammspieler und schaffte die Rückkehr in die Nationalelef, für die er im Mai 2002 das letzte seiner 38 Länderspiele bestritt. Nach einem Kreuzbandriss verpasste er die komplette folgende Zweitligasaison, der Klub verlängerte jedoch den auslaufenden Vertrag im Sommer 2003 um eine Spielzeit.Berliner Morgenpost: „Union verlängert den Vertrag von Ivan Kozak“ (5. Juni 2003) Nachdem Trainer Mirko Votava zunächst zu Beginn der Spielzeit 2003/04 nicht auf ihn gesetzt hatte, verletzte er sich bei seiner Startelfrückkehr beim 1:1-Unentschieden gegen die SpVgg Unterhaching Ende September erneut und fiel nach einem Knochenbruch am Fersenbein erneut länger aus.Berliner Morgenpost: „Unions Kozak fällt bis Dezember aus“ (30. September 2003) Ab Beginn der Rückrunde war er unter Votava und Nachfolger Aleksandar Ristić Stammspieler, der Klub verpasste jedoch den Klassenerhalt.
Kozák kehrte anschließend in die Slowakei zurück, wo er für MFK Ružomberok und erneut den zwischenzeitlich zweitklassig antretenden 1. FC Košice bis zu seinem Karriereende 2007 auflief.
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Einzelnachweise
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