Kolpin war eine Wüstung nordöstlich von Lehnin.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 196) Die Fläche befindet sich im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.
Geografische Lage Die Wüstung lag nördlich von Lehnin, westlich des Klostersees. Dort wurden slawische, kaiserzeitliche und frühdeutsche Scherbenfunde festgestellt. Flurnamen wie Das Kolpin Feld (Urmesstischblatt 1973, Werder 1839) sowie Hoher Kolpin und Niederer Kolpin (Messtischblatt 1972, Lehnin 1882/1936) erinnern an die Lage des Ortes.
Geschichte Der Ort wurde 1193 als ipsum colpin, minus videlicet stagnum urkundlich erwähnt. Mitte des 15. Jahrhunderts erschien die Namensform Colpyn. Vom Jahr 1180 bis 1542 gehörte Kolpin dem Kloster Lehnin, anschließend bis 1872 dem Amt Lehnin. Kolpin war bereits im 13. Jahrhundert wüst gefallen. Die Feldmark ging vollständig in der Lehniner Forst auf und wurde nicht wieder besiedelt.
Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 196)
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Landkreis Potsdam-Mittelmark Kategorie:Ersterwähnung 1193 Kategorie:Kloster Lehnin (Gemeinde)