mini|hochkant|Alexis Langlois (2024) Alexis Langlois (* 1989 in Le Havre) ist eine nicht-binäre französische filmschaffende Person, deren Werke weltweit auf Filmfestivals gezeigt wurden.

Leben und Werk Alexis Langlois wurde 1989 im französischen Le Havre in eine Arbeiterfamilie geboren. Nach eigenen Angaben hatte Langlois als Kind wenig Berührung mit Filmkultur, bezeichnet jedoch das Fernsehen als einen wichtigen Referenzpunkt für die Entwicklung eines eigenen Geschmacks.

2007 zog Langlois nach Paris und begann dort das Studium an der Universität Paris VIII und der École nationale supérieure d'arts de Paris Cergy. In der Abschlussarbeit beschäftigte Langlois sich mit dem Wirken der deutschen Schauspielerin Magdalena Montezuma.

In Paris begann Langlois ebenfalls mit einer Gruppe queerer Freundschaften unabhängig Kurzfilme umzusetzen sowie mit der Schauspielerin Justine Langlois, Alexis Langlois’ Schwester. Im Versuch ihren Film Terror, Sisters! zu finanzieren, machten sie queerfeindliche Erfahrungen durch potentielle Geldgeber. Diese wurden zur Grundlage für den Film Dorothys Dämonen, der 2021 beim 74. Locarno Film Festival im internationalen Wettbewerb der Sektion Leopards of Tomorrow gezeigt wurde. Die Festivaljury zeichnete das Werk mit dem Pardino d’argento aus.

Während der Umsetzung von Dorothys Dämonen arbeitete Langlois bereits an dem Spielfilm Drama Queens, dessen Drehbuch in Reaktion auf eine Trennung entstand. Während die Drehbucharbeit nur wenig Zeit in Anspruch nahm, dauerte es sechs weitere Jahre bis zum Drehbeginn, da Langlois aufgrund der queeren Thematik Probleme hatte die Finanzierung zu sichern. Im Kontext des Filmdrehs outete sich Langlois als nicht-binär. Nach Fertigstellung wurde Drama Queens bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2024 in der Sektion Semaine de la critique uraufgeführt.

Alexis Langlois ist inspiriert von amerikanischen Filmschaffenden wie Gregg Araki und John Waters, bezeichnet aber auch den französischen Regisseur Yann Gonzalez als Einfluss, sowie den britischen Musiker Pete Burns.

Filmographie

2012: Mascarade (Kurzfilm) 2014: Je vous réserve tous mes baisers (Kurzfilm) 2016: Trinkets and Dark Thoughts (Fanfreluches et idées noires, Kurzfilm) 2017: Your Young Years Will Dry Your Tears (À ton âge le chagrin c'est vite passé, Kurzfilm) 2017: Debout demain (Kurzfilm) 2019: Terror, Sisters! (De la terreur, mes soeurs!, Kurzfilm) 2020: PEREZ – El Sueño (Musikvideo) 2021: Dorothys Dämonen (Les Démons de Dorothy, Kurzfilm) 2023: BILAL HASSANI – Marathon (Musikvideo) 2024: ELOI – Call Me (Musikvideo) 2024: Drama Queens 2025: GIO VENTURA & REBEKA WARRIOR – Gos Musclées (Musikvideo)

Auszeichnungen

2012: Bester Kurzfilm für Mascarade bei Chéries-Chéris 2019: Bester Kurzfilm für Terror, Sisters! beim Bordeaux International Independent Film Festival 2021: Pardino d’argento für Dorothys Dämonen in der Sektion Leopards of Tomorrow beim Locarno Film Festival 2021: Bester Kurzfilm für Dorothys Dämonen bei Chéries-Chéris

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1989 Kategorie:Nichtbinäre Person