Der Hochlandfrankolin (Scleroptila psilolaema, Synonym: Francolinus psilolaemus) ist eine endemisch in Äthiopien vorkommende Hühnervogelart aus der Familie der Fasanenartigen.

Merkmale Hochlandfrankoline erreichen eine Körperlänge von ca. 32 Zentimetern und ein Gewicht von 370 bis 530 Gramm.Moorland Francolin, oiseaux.net Sie haben einen schwärzlichen Scheitel, rotbraune Ohrdecken und Halsflanken, ein rostbraunes Obergefieder mit schmalen gelblichen Querbändern sowie eine weißliche, dunkel gefleckte Kehle. Das Untergefieder ist gelbgrau mit dunklen Flecken. Männchen und Weibchen ähneln sich im Aussehen. Die Männchen zeigen jedoch eine etwas intensivere Färbung mit kräftigeren Rosttönen und deutlicheren Mustern im Gefieder, insbesondere während der Brutzeit. Der Schnabel ist bei beiden Geschlechtern grau, die Iris schwarz, Beine und Füße sind gelbgrau.

Ähnliche Arten Da der ähnlich gefärbte Elgonfrankolin (Scleroptila elgonensis) in Kenia und Uganda vorkommt, gibt es keine geographische Überlappung mit dem Hochlandfrankolin.

Verbreitung und Lebensraum Der Hochlandfrankolin kommt auf hochgelegenen Heidekraut- und Kurzgrassteppen in Zentral- und Südäthiopien vor. Die Vögel leben in gebirgigen Hochlagen zwischen 2000 und 4000 Metern.

Lebensweise Hochlandfrankoline leben meist in kleinen Gruppen, zuweilen auch in Trupps von bis zu 25 Vögeln. Sie ernähren sich hauptsächlich von Samen und Körnern. Zusätzlich nutzten sie Insekten, Ameisen und andere kleine Wirbellose als Proteinquelle. In den feuchten Monaten werden Früchte, Beeren und zarte Triebe dem Nahrungsspektrum beigefügt. Die Vögel platzieren ihre Nester als flache Mulden am Erdboden und polstern sie mit Gras, Zweigen und Blättern aus. Ein Gelege besteht in der Regel aus drei bis fünf hellbraunen, gesprenkelten Eiern. Die Brutzeit beträgt etwa 21 bis 23 Tage, wobei sich die Eltern bei der Bebrütung abwechseln. Die Küken sind nach dem Schlüpfen Nestflüchter. Beide Eltern helfen den Küken bei der Nahrungssuche und zeigen ihnen die geeigneten Samen und Insekten.Moorland Francolin, Bird Buddy Inc., Kalamazoo, Michigan, USA

Bestand und Gefährdung Da die Populationen des Hochlandfrankolins im Rückgang begriffen sind, wird die Art von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „near threatened = potentiell gefährdet“ geführt. Die Art ist hauptsächlich aufgrund von Überweidung und Umwandlung von Hochgebirgsmooren und Graslandschaften in Ackerland gefährdet. Die Heidelandschaften im Hochland weisen die höchste Viehdichte Äthiopiens auf, was zur Zerstörung von Nistplätzen führen kann. Es gibt außerdem Berichte, dass die Art zum Nahrungsmittelerwerb gejagt wird.

Literatur Kirwan, G. M., J. del Hoyo, P. J. K. McGowan, D. A. Christie und N. Collar: Moorland Francolin (Scleroptila psilolaema) , version 2.1. In Birds of the World (B. K. Keeney, Editor), Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2022

Weblinks

Einzelnachweise Kirwan, G. M., J. del Hoyo, P. J. K. McGowan, D. A. Christie und N. Collar: Moorland Francolin (Scleroptila psilolaema) , version 2.1. In Birds of the World (B. K. Keeney, Editor), Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2022 Rote Liste Moorland Francolin, iucnredlist.org, eingesehen am 3. Mai 2026,

Kategorie:Fasanenartige Kategorie:Endemisches Tier Äthiopiens