Harald Adolphi (* 21. Januar 1911 in der MandschureiAllgemeines Künstlerlexikon Online: Adolphi, Harald, abgerufen am 18. Juli 2026.; † nach 1959) war ein deutscher Architekt und bildender Künstler.
Leben und Werk Harald Adolphi wurde am 21. Januar 1911 in der damaligen Mandschurei geboren. Der Vater Rudolph war Arzt, die Mutter Eveline Caroline Elisa Ruhbach stammte aus der russischen Stadt Tambow. Adolphi besuchte zwischen 1923 und 1926 eine Städtische Grundschule in der damaligen lettischen Hauptstadt Riga. Diesem schloss sich eine Ausbildung am Deutschen Gymnasium in der Stadt an. Es folgten Stationen an verschiedenen Universitäten und Hochschulen, darunter die Lettländische Universität Riga und die Technische Hochschule Danzig. 1941 schloss Adolphi seine Ausbildung an der Technischen Hochschule Breslau mit dem Diplom ab.
Erste Berufserfahrungen als Ingenieur sammelte Adolphi bei einem Unternehmen in Posen, wo bereits Städtebauentwürfe entstanden. Anschließend arbeitete Adolphi beim Technischen Zentralamt Ostland im nationalsozialistische besetzten Baltikum. Nach Kriegsende wurde er Graphikdesigner bei einer Werbefirma in Heide in Holstein. 1946 erhielt Adolphi eine Stelle bei der Stadt Duisburg. In seiner Position als Diplomingenieur und Architekt war er in den 1950er Jahren an der Errichtung des Lehmbruck-Museums beteiligt.Rhea Rebecca Barg: Das Lehmbruck Museum in Duisburg. Baugeschichte – Architektur – Sammlung. Diss. Herne 2014. S. 81, 94, 98.
In der Nachkriegszeit wurde Adolphi Mitglied des Duisburger Künstlerbundes. Nachgewiesen werden können baugebundene Wandbilder und metallene Tiersymbole. Arbeiten Adolphis wurden regelmäßig im Lehmbruck-Museum und dem Niederrheinischen Museum, dem heutigen Kultur- und Stadthistorischen Museum in Duisburg gezeigt, wobei sich der Architekt zunehmend der abstrakten Malerei zuwandte.Frank Kopatschek: Der Duisburger Künstlerbund – ein historischer Abriß. Anläßlich des 60‐jährigen Bestehens des DKB 1983, PDF-Datei, S. 15 u. 21, abgerufen am 3. Mai 2026.
Literatur Rolf Höfer: Auch in der Stadt Montan schaffen bildende Künstler. In: Erich Schwoerbel (Hrsg.): Duisburger Heimatkalender 1960. Duisburg 1959. S. 108–111.
Einzelnachweise
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