Djurumani (* 16. Dezember 1944 als Carlos Alberto Pinto Germano in Ribeira Brava, São Nicolau; † 17. September 2025 in Portugal) war ein kapverdianischer Sänger und Komponist, der auch Gitarre spielte.
Der Künstlername Djurumani stammt von der Aussprache seines Nachnamens Germano in Guinea-Bissau.
Leben Djurumani wuchs auf den Inseln São Nicolau und São Vicente auf. Bei seinem Großvater hörte er auf Schallplatten klassische Musik von Chopin und Mozart. Als Jugendlicher begann er Gitarre zu lernen, um sich selbst beim Singen begleiten zu können. Anfang der 1970er Jahre arbeitete er auf der Insel Sal als Angestellter der portugiesischen Fluggesellschaft TAP und machte mit einer Gruppe aus seinem beruflichen Umfeld regelmäßig Musik. João Freire, ein damaliger Kommandant der örtlichen Einheit der portugiesischen Luftwaffe, machte Aufnahmen von dieser Gruppe und schlug nach seiner Rückkehr nach Portugal dem Musiklabel VDC vor, das Material zu veröffentlichen. So erschienen 1973 die ersten Aufnahmen von Djurumani auf Schallplatte. Im Jahr 1976 zog Djurumani nach Portugal, wo er sich in Faro an der Algarve niederließ und bis zu seinem Ruhestand als Angestellter bei der TAP tätig war. Er wirkte regelmäßig bei musikalischen Veranstaltungen der kapverdischen Gemeinschaft in Portugal und im Ausland mit. 1989 nahm er an der Produktion des Album Paz, amor e uniao teil. Das 1995 erschienene Album Reencontro ist ein Beispiel für die musikalische Zusammenarbeit zwischen portugiesischen und kapverdischen Musikern. Auf diesem Album ist er bei zwei Kompositionen im Duett mit seiner Frau Ana Maria zu hören. Die Begleitmusiker waren hauptsächlich Portugiesen, zu denen eine Reihe von Gästen aus beiden Ländern dazukam, darunter bekannte Namen wie Rui Veloso, António Chainho und Bernardo Sasseti. Die musikalische Leitung hatte Manuel Paulo Manso Felgueiras e Sousa. mini|Eintrittskarte zu einem Konzert mit Djurumani im Teatro Municipal São Luiz 1996 Auftritte mit dem Orchester Sons da Lusofonia sind ein weiteres Beispiel für die Zusammenarbeit von Musikern aus Portugal und den Kapverdischen Inseln, ebenso wie die Teilnahme an der Oper Crioulo mit Musik von Vasco Martins, die anlässlich der Ernennung von São Vicente zur Lusophonen Kulturhauptstadt im November 2002 aufgeführt wurde. Der dem Musikstil Morna gewidmete Abschnitt wurde von dem portugiesischen Tenor Paulo Maria Rodrigues sowie der Sängerin Sara Tavares und Djurumani vorgetragen.
Neben seiner Tätigkeit als Musiker spielte Djurumani die Hauptrolle in dem Film Fintar o Destino des portugiesischen Regisseurs Fernando Vendrell, der ihn über seine Musik entdeckt hatte.
Diskographische Hinweise Música de Cabo Verde Nº 2. VDC-Decca, Lissabon 1973. Reencontro. Dargil, Lissabon 1995. Paz Amor E União. Os Tubarões, Kap Verde 1990. Cape Verde. Putumayo, 1999.
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Sänger Kategorie:Komponist Kategorie:Kapverdier Kategorie:Geboren 1944 Kategorie:Gestorben 2025 Kategorie:Mann