mini|Frauenhaus Goch mini|Frauenhaus Goch, Vorderansicht Das Frauenhaus ist ein Baudenkmal in der Innenstadt von Goch am Niederrhein.

Geschichte Nach einem Stiftungsbrief von 1504 stellte Johan von Boikweit sein Haus zugunsten armer Frauen zur Verfügung. Verwaltet wurde das Gebäude durch zwei Provisoren, denen auch die Verwaltung der Stiftung des Männerhauses unterstand. Aus beiden Stiftungen ging das heutige Alten- und Pflegeheim „Bruderschaft zu Unserer Lieben Frau“ hervor. Umbauten erfolgten 1637 und 1738. Im Jahre 1788 wurde dann der Sitzungssaal der Provisoren errichtet. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg nur leicht beschädigt und konnte bis 1949 wiederhergestellt werden.

Das Frauenhaus ist ein zweigeschossiger Backsteinbau aus zwei rechtwinklig aneinanderstoßenden Flügeln. An dem nach Norden weisenden Flügel befinden sich Maueranker mit der Jahreszahl 1788.

Genutzt wird das Gebäude nach wie vor als Teil des Seniorenheimes. Die im Gebäude vorhandene Hauskapelle steht den Bewohnern für die seelsorgerische Betreuung zur Verfügung, ebenso können die historischen Säle für private Feiern aller Art genutzt werden.

Denkmalbeschreibung Das Frauenhaus ist unter Nr. 10, Goch, Frauenhaussträßchen 6, in die Denkmalliste der Stadt Goch eingetragen.

Literatur Thomas Völling: Reste des Boikweitschen Hauses entdeckt. Zur Baugeschichte des Frauenhauses. In: An Niers und Kendel – Historische Zeitschrift für Stadt Goch und Umgebung. Heft Nr. 16, November 1986, S. 13–18.

Weblinks

Einzelnachweise

Frauenhaus Frauenhaus Kategorie:Backsteingotik in Nordrhein-Westfalen