mini|Dorfkirche Grebehna (Am Rundling) Die evangelische Dorfkirche Grebehna ist eine romanische Saalkirche im Ortsteil Grebehna von Wiedemar im Landkreis Nordsachsen in Sachsen. Sie gehört zur Kirchengemeinde Zwochau im Kirchenkreis Torgau-Delitzsch der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Geschichte und Architektur Die reizvolle kleine romanische Saalkirche mit mächtigem, gedrungenem Dachreiter über dem Westgiebel stammt vom Ende des 12. Jahrhunderts; eine Restaurierung wurde 1980 durchgeführt. Das Bauwerk ist ein verputzter Bruchsteinbau mit eingezogenem Chor und Apsis. Im Norden ist eine Portalvorhalle mit Holztonne und floraler Malerei (diese stammt vermutlich aus dem 17. Jahrhundert) angebaut; das Sandsteinportal mit reliefiertem Tympanon zeigt einen Baum mit spiralförmig eingerollten Ästen und stammt vom Ende des 12. Jahrhunderts. Die Holztür ist mit schlangenartigen Eisenbeschlägen versehen.
Das Innere wird durch eine mit Rosetten bemalte Kassettendecke abgeschlossen, die im Chor mit plastischem Muschelwerk, Rankenmalereien und einer Darstellung des Heiligen Geistes gestaltet ist, geschaffen im Jahr 1664. Der Saal und der Chor sind durch einen Triumphbogen geschieden, der auf kissenartigen Kämpfern mit Schachbrettornamenten ruht. An drei Seiten sind Holzemporen sowie eine Patronatsloge eingebaut, die Brüstungsfelder sind mit Knorpelwerk und knolligen Akanthuswedeln von 1664 bemalt. Eine rechteckige romanische Sakramentsnische ist in der Nordwand des Chores eingelassen.
Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist das Retabel eine gotischen Schnitzaltars, das in einen manieristischen, mit Beschlagwerk gestalteten Altaraufbau eingepasst ist. Die zierlichen Schnitzfiguren im Weichen Stil zeigen Maria mit Kind, flankiert von den Heiligen Ottilia, Katharina, Jakobus dem Älteren und vermutlich Dorothea (?) sowie Katharina, Ursula, einer Märtyrerin und Barbara.
Die Kanzel hat einen hölzernen Korb, der mit Darstellungen der Evangelisten aus dem Jahr 1664 bemalt ist.
Ein farbig gefasstes Grabdenkmal aus Sandstein erinnert an Anna-Elisabeth Hoffmann († 1719) und ist mit Akanthus und Inschriftkartuschen versehen, bekrönt mit Krone und Tetragramm.
Die Orgel ist ein Werk der Firma Mitteldeutscher Orgelbau A. Voigt aus Bad Liebenwerda.Information auf der Website der Stiftung KiBa
Literatur
Weblinks
Website der zuständigen Kirchengemeinde Zwochau
Einzelnachweise
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