Walter Bruno Herbert Reinert (* 5. Februar 1906 in Berlin; † 22. September 1944 in Berlin-Plötzensee) war ein deutscher Widerstandskämpfer und Opfer der NS-Justiz.
Leben alternativtext=Stolperstein für Herbert Reinert vor der Friedrich-Karl-Straße 5, Berlin-Tempelhof|mini|209x209px|Stolperstein vor der Friedrich-Karl-Straße 5, Berlin-Tempelhof Reinert war der Sohn der ledigen Arbeiterin Hedwig Emma Marie Heinze und des kaufmännischen Angestellten August Friedrich Reinert, seine Eltern heirateten am 27. Februar 1906. Nach dem Besuch der Volks- und Realschule wurde er Maschinenschlosser. Von 1924 bis zur Auflösung 1933 war er Mitglied des Arbeitersportvereins Fichte Berlin und Sympathisant der KPD. Von 1930 bis 1934 war Reinert arbeitslos, anschließend Bauhilfsarbeiter bei der Reichsautobahn und seit 1936 technischer Zeichner bei Daimler-Benz in Marienfelde. Reinert schloss sich der illegalen Widerstandsgruppe Kampfbund um Erich Prenzlau an, die ihren Schwerpunkt bei den Daimler-Benz-Betrieben in Berlin-Marienfelde, in Genshagen (Kreis Teltow) und in Niederlehme hatte.
Reinert wurde am 16. Juli 1943 verhaftet. Am 24. August 1944 verurteilte ihn das Kammergericht Berlin wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode. Das Urteil wurde am 22. September 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee vollstreckt.
Am 7. März 2009 wurde vor seiner Wohnung in der Friedrich-Karl-Str. 5 in Berlin-Tempelhof zum Gedenken ein Stolperstein verlegt.
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