Studzianki () war ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Die Ortsstelle des Dorfs liegt im Gebiet der Gmina Markusy im Powiat Elbląski.
Geographische Lage Der bis 1945 „Kühlborn“ genannte Ort war geteilt: der rechts des Flüsschens Sorge gelegene und dann „Studzianka“ genannte Teil gehörte zu Neu Dollstädt im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, der links der Sorge gelegene und dann „Kielbornia“ genannte Teil gehörte zu Sorgenort im westpreußischen Kreis Marienburg.
Studzianka ist 14 Kilometer in östlicher Richtung von der Stadt Pasłęk entfernt bzw. 14 Kilometer in nordöstlicher Richtung von der heutigen Kreismetropole Elbląg.
Geschichte Bei dem heute Studzianka genannten Teil des ehemaligen Orts Kühlborn handelte es sich um ein kleines Dorf, das mit Schöpfwerken versehen war,Dietrich Lange: Kühlborn, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) und wurde vor 1785 Kuhlborn, nach 1785 Külborn und nach 1820 Kühlborn genannt bzw. geschrieben. 1386 erfolgte seine erste Erwähnung im Zinsbuch der Ordens, und es wurde 1785 als „königliches Dorf“ mit elf Feuerstellen bzw. 1820 als ebensolches mit zwölf Feuerstellen bei 38 Einwohnern beschrieben.
Als am 28. Mai 1874 der Amtsbezirk Powunden im Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg errichtet wurde, wurde die Landgemeinde Kühlborn eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Powunden/Neu Dollstädt Im Jahre 1885 zählte Kühlborn 62 Einwohner, im Jahre 1905 58 und im Jahre 1910 54.
Am 6. August 1919 wurde die Landgemeinde Kühlborn zu Teilen nach Neu Dollstädt bzw. auch nach Hohendorf eingegliedert. Der Amtsbezirk Powunden erhielt am 5. August 1931 die Umbenennung in „Amtsbezirk Neu Dollstädt“.
In Kriegsfolge kam 1945 das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen. Der westlich des Flüsschens Dzierzgoń gelegene Teil Kühlborns erhielt die polnische Namensform „Studzianka“. Er wurde wohl nicht mehr besiedelt, jedenfalls wurde er nicht mehr offiziell genannt und gilt heute als untergegangen. Vielleicht ist er im Nachbarort Nowe Dolno aufgegangen. Die Ortsstelle gehört zum Gebiet der Gmina Markusy im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religion Kühlborn gehörte bis 1945 als Ortsteil von Neu Dollstädt zum Kirchspiel Blumenau der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Blumenau-Heiligenwalde in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 470 außerdem zur römisch-katholischen Pfarrei in Thiergart im Dekanat Marienburg des damaligen Bistums Ermland.AGOFF: Katholische Kirchengemeinde Thiergarth
Verkehr Die noch in etwa wahrnehmbare Ortsstelle von Studzianka resp. Kühlborn ist über eine Landwegverbindung mit Nowe Dolno verbunden. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Markusy Kategorie:Wüstung in Polen