mini|Jørgen Nordby (1912) Jørgen Nordby (* 9. Dezember 1852 in Ulvik, Hardanger, Norwegen; † 29. Juli 1926) war ein norwegisch-amerikanischer lutherischer Geistlicher und Kirchenmann. Von 1908 bis 1917 war er Präsident des Östlichen Distrikts der Norwegischen Synode und anschließend bis zu seinem Tode 1926 Präsident des Östlichen Distrikts der Norwegischen Lutherischen Kirche von Amerika.

Biographie Geboren im norwegischen Ulvik wanderte Nordby 1867 in die Vereinigten Staaten aus. Er begann im selben Jahr ein Studium am Luther College in Decorah, wo er 1873 seinen Abschluss als Artium Baccalaureus machte. Er trat noch im selben Jahr ein Theologiestudium am Concordia-Seminar der Missouri-Synode in St. Louis, das zu dieser Zeit auch die Geistlichen der Norwegischen Synode ausbildete. 1876 legte er erfolgreich das theologische Examen ab und wurde als Pfarrer der Norwegischen Synode ordiniert.

Seine erste Pfarrstelle trat er im selben Jahr in Northwood in Iowa an. Schon 1880 wechselte er nach Lee in Illinois, wo er bis 1915 als Pfarrer tätig war. 1906 unternahm er eine längere Reise nach Europa und Palästina. Innerhalb der Synode übernahm Nordby eine Reihe von Ämtern und wurde 1888 zum Sekretär und 1898 zum Vizepräsidenten ihres Östlichen Distrikts gewählt. 1908 stieg er nach dem Tod von Andreas Sagen zum Präsidenten des Distrikts auf und war damit für alle Gemeinden der Synode östlich des Mississippi zuständig. Von 1896 bis 1907 war er Sekretär der Gesamtsynode. 1915 legte er sein Pfarramt in Lee nieder und wurde Hilfsprediger in La Crosse. Nordby wirkte in einer Reihe von kirchlichen Gremien mit, darunter ab 1911 im Unionskomitee, das die Union der verschiedenen norwegischstämmigen lutherischen Kirchen vorbereitete.

Nachdem diese Union 1917 mit der Gründung der Norwegischen Lutherischen Kirche von Amerika vollzogen wurde, wurde er zum ersten Präsidenten ihres Östlichen Distrikts gewählt. Sein Zuständigkeitsbereich veränderte sich dabei zwar nicht, umfasste aber deutlich mehr Gemeinden, sodass Nordby ab 1917 kein Pfarramt mehr innehatte. Er blieb bis zu seinem Tod 1926 Präsident des Distrikts.

Nordby heiratete 1877 Rosine Preus, eine Tochter von Herman Amberg Preus, die schon 1918 starb. Mit ihr hatte er sechs Kinder. Nordby starb am 29. Juli 1926 und wurde auf dem lutherischen Friedhof in Lee begraben.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Distriktspräsident der ELC Kategorie:Präsident des Östlichen Distrikts (Norwegische Synode) Kategorie:Lutherischer Geistlicher (19. Jahrhundert) Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Norwegischer Emigrant in den Vereinigten Staaten Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Norweger Kategorie:Geboren 1852 Kategorie:Gestorben 1926 Kategorie:Mann