mini|Stationsgebäude Sainte-Dorothée () ist eine oberirdische U-Bahn-Station in Laval in der kanadischen Provinz Québec. Sie liegt am Chemin du Bord-de-l’Eau im Stadtteil Sainte-Dorothée, am westlichen Ende der Île Jésus und nahe dem Ufer des Rivière des Prairies. Bedient wird sie von der Zweigstrecke des Réseau express métropolitain (REM) in den Vorort Deux-Montagnes.

Bauwerk mini|Seitenbahnsteig Die Station befindet sich erhöht auf einem von begrünten Stützmauern eingefassten Bahndamm, nahe der Kreuzung des Chemin du Bord-de-l’Eau und der Avenue des Bois. Erreichbar ist sie auch über die Rue Graveline und die Rue du Chemin de fer. Die Station verfügt über zwei Eingänge an der Nord- und Südseite, die jeweils direkten Zugang zu einem der beiden Seitenbahnsteige bieten. Sie sind vollständig umschlossen und mit Bahnsteigtüren ausgestattet, eine Unterführung verbindet sie miteinander.

Im Rahmen des REM-Projekts gestaltet man mehrere Straßen in der Umgebung neu. Die Avenue des Bois wurde umgebaut, um unter der REM-Trasse hindurchzuführen und eine Verbindung zem Chemin du Bord-de-l’Eau herzustellen; die Rue Graveline wandelte man in eine Sackgasse um, und die Rue du Chemin de Fer verlängerte man nach Norden bis zur Avenue des Bois verlängert, wodurch der Zugang zum Bahnhofsbereich und zur Park-and-Ride-Anlage mit 848 Parkplätzen verbessert wurde. Der Bahndamm integriert die Station optisch in ihre Umgebung und mindert gleichzeitig Lärm- und Sichtbeeinträchtigungen entlang der Trasse.

Kunst mini|Filets In der Unterführung zwischen den beiden Bahnsteigen befindet sich das Kunstwerk Filets der Künstlerin Michelle Bui. Dabei handelt es sich um ein fotografisches Triptychon, das Alltagsgegenstände zeigt, die bei zufälligen Begegnungen gesammelt und zu einem metaphorischen Netz zusammengefügt wurden. Es spiegelt Themen wie Bewegung, Verbundenheit und die Überlagerung persönlicher Erzählungen in gemeinsamen Räumen wider.

Geschichte Einst befand sich an dieser Stelle ein Haltepunkt an der Vororteisenbahn zwischen dem Montrealer Hauptbahnhof und den nordwestlichen Vororten, wobei der Streckenabschnitt von Bois-Franc (damals Lazard) nach Saint-Eustache-sur-le-Lac (heute Grand-Moulin) 1925 durch die Canadian National Railway (CN) eröffnet wurde. 1982 übertrug die Provinzregierung von Québec die Verwaltung der Nahverkehrszüge an die staatliche Société de transport de Montréal, in deren Auftrag CN den Betrieb zunächst weiterführte. Im Sommer 1992 begann ein vollständiger Umbau der gesamten Strecke, der eine neue Elektrifizierung, neue Bahnhöfe, neue Gleise, ein neues Signalsystem und die Verlängerung zur heutigen Station Deux-Montagnes umfasste. Diese Arbeiten fanden unter laufendem Betrieb statt und dauerten bis Oktober 1995.

Am 1. Januar 1996 wurde der Bahnbetrieb an die Agence métropolitaine de transport (seit 2017 exo) übertragen. Aufgrund des mehrere Jahre dauernden Umbaus der Strecke zu einer fahrerlosen U-Bahn musste der Haltepunkt am 11. Mai 2020 geschlossen werden. Am selben Ort entstand die neue REM-Station, die ursprünglich 2024 hätte eröffnet werden sollen, doch Verzögerungen aufgrund der komplexen Bauarbeiten im Mont-Royal-Tunnel führten zur Verschiebung des Termins um rund ein Jahr. Die Eröffnung der Station erfolgte schließlich am 17. November 2025, zusammen mit dem Teilstück zwischen Gare Centrale und Deux-Montagnes.

Weblinks

Informationen zur Station Sainte-Dorothée (englisch, französisch)

Einzelnachweise

Linie Verlauf

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