Verenice Benítez ist eine ecuadorianische Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Musikerin, deren Werk Film, Klanggestaltung, Territorium, indigene Erinnerung und Naturschutz umfasst.
Leben und Wirken Benítez studierte Filmregie in Paris und schloss in Madrid ein Masterstudium in Serien-Schreiben ab. Sie studierte zudem bildende Kunst in Ecuador und Kuba und besuchte mehrere Jahre das Nationale Konservatorium für Musik. Sie ist professionelle Klarinettistin. In ihrem Musikprojekt VereTambora greift sie ökologische Themen auf.
Kurzfilm Nunkui aujmáttasmu Im Jahr 2013 gründete sie mit dem Shuar-Anführer Domingo Ankuash in der Gemeinde Kupiamais in der amazonischen Cordillera del Cóndor das Filmlabor Etsa-Nantu/Cámara-Shuar. In den Produktionen des Labors geht es um das Shuar-Territorium, politische Konflikte um Bergbaukonzessionen und um Geschichten der Shuar. Es entstanden so mehrere Kurzfilme, darunter Nunkui aujmáttasmu, eine Interpretation des Mythos vom weiblichen Geist des Gartens. Der Film erzählt von einem Shuar-Mädchen, dessen Erwachsenwerden von Träumen, der Gemeinschaft und von Bergbaukonflikten in der Cordillera del Cóndor beeinflusst wird. Benítez führte Regie und schrieb das Drehbuch, Isabela Parra produzierte. Der Film hatte am 21. April 2026 beim Festival Internacional de Cine en Guadalajara Weltpremiere. Beim FICG41 erhielt Nunkui eine ehrenvolle Erwähnung. Beim Internationalen Frauen Film Fest Dortmund+Köln 2026 wurde Nunkui als Europapremiere im Internationalen Spielfilmwettbewerb gezeigt. Die Produktion entstand gemeinsam mit der Shuar-Gemeinschaft, aus kollektiver Recherche und in Zusammenarbeit mit lokalen Theater- und Tanzgruppen.
Einzelnachweise
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