Die Îles Laval sind eine Inselgruppe im Südwesten der kanadischen Provinz Québec. Sie besteht aus vier Inseln im Rivière des Prairies nordwestlich von Montreal. Unter der Bezeichnung Les Îles-Laval (mit Bindestrich) war die Inselgruppe bis 1965 eine eigenständige Gemeinde; seither gehört sie zur Stadt Laval.

Geographie Die Inselgruppe liegt inmitten des Rivière des Prairies (einem Mündungsarm des Ottawa) und liegt zwischen der Île de Montréal, der Île Jésus und der Île Bizard. Sie besteht aus vier Inseln: Île Bigras, Île Pariseau, Île Ronde und Île Verte. Alle genannten Inseln gehören wiederum zum Hochelaga-Archipel. Bigras, Pariseau und Ronde sind bewohnt, während Verte lediglich mit Wald bedeckt ist. Die Inseln sind über Brücken miteinander sowie mit der Île de Montréal und der Île Jésus verbunden. Auf der Hauptinsel befindet sich die Station Île-Bigras der fahrerlosen U-Bahn Réseau express métropolitain.

Geschichte 1912 erwarb die Immobilienagentur Gohier et Bigras die vier Inseln mit dem Ziel, sie für Wohnzwecke zu erschließen. 1941 reichte eine Gruppe von Eigentümern unter der Führung des Rechtsanwalts Néopol Charbonneau beim Parlament von Québec eine Petition ein, um dem Gebiet der Îles Laval den Status einer eigenständigen Gemeinde zu verleihen. Dies geschah am 20. März 1941. Die Gemeinde Les Îles-Laval fusionierte im Jahr 1965 mit den 13 Gemeinden auf der Île Jésus zur heutigen Stadt Laval.

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Einzelnachweise

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