Karlheinz „Fuzzy“ Schleiter (* 15. November 1952) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.
Sportlicher Werdegang Schleiter entstammte der Jugend von Eintracht Frankfurt, wohin er vom FC Nieder-Florstadt 1969 als Teenager gewechselt war. Mit der vom Ex-Spieler Hermann Höfer trainierten A-Junioren-Mannschaft der SGE gewann er die süddeutsche Meisterschaft und trat mit ihr in der Folge bei der deutschen A-Junioren-Meisterschaft 1970 an. Das Semifinalspiel gegen den späteren Titelträger Hertha Zehlendorf stand Unentschieden am Ende der Verlängerung, das Los entschied zugunsten des Berliner Meisters. Im Spiel um den dritten Platz erzielte Schleiter beim 6:1-Erfolg über den von Detlev Brüggemann trainierten Westmeister VfL Bochum an der Seite von unter anderem Wolfgang Kraus, Ludwig Reinhardt und Tormann Dieter Rudolf drei Treffer. 1971 rückte er in die Eintracht-Amateurmannschaft auf und kam zeitweise in Freundschaftsspielen auch für die Profimannschaft zum Einsatz, kehrte aber später zum FC Nieder-Florstadt zurück.
1974 schloss sich Schleiter dem SV Darmstadt 98 an, der sich für die 2. Bundesliga qualifiziert hatte. Unter Cheftrainer Udo Klug war er anfangs insbesondere an der Seite von Walter Bechtold und Reiner Künkel einer der Stammspieler in der Offensive, beim 2:0-Erfolg über die Stuttgarter Kickers am zweiten Spieltag der Spielzeit 1974/75 erzielte er nach dem Führungstreffer durch den eingewechselten Willibald Weiss in der 85. Spielminute mit dem Treffer zum Endstand sein erstes Profitor. Ohne weiteren Treffer geriet er zunächst gegenüber den Konkurrenten ins Hintertreffen und kam zeitweise nur noch als Einwechselspieler zum Einsatz. Auch in der folgenden Saison kam ihm meistens die Rolle des Ergänzungsspielers zu. Im Sommer 1976 kehrte er daher nach zwei Spielzeiten und 39 Zweitligaeinsätzen, in denen er sieben Tore erzielt hatte, erneut zum FC Nieder-Florstadt zurück und war dort eine Spielzeit als Spielertrainer tätig. Anschließend wechselte er zur SG Ober-Erlenbach, wo er sich 1977/78 mit 29 Saisontoren zum Torschützenkönig krönte. Der Klub verpasste jedoch knapp den Aufstieg in die drittklassige Hessenliga.Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Was macht eigentlich... Karlheinz Schleiter liebt die lauten Töne "Einmal den Stadtmarathon mitlaufen"“ (11. Mai 1984, S. 65)
Im Sommer 1978 wechselte Schleiter zum FC Hanau 93, der als Hessenmeister den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft hatte. Der Klub stellte zwar in der Spielzeit 1978/79 den fünftbesten Sturm der Südstaffel und Schleiter erzielte 15 Saisontreffer, dennoch belegte die Mannschaft einen Abstiegsplatz.
Mitte der 1980er Jahre war Schleiter, der auch die Fußballschiedsrichterprüfung erfolgreich abgelegt hatte, wieder Spielertrainer beim FC Nieder-Florstadt, wo er mindestens zwischen 1995 und 2001 auch nach dem Ende der aktiven Laufbahn als Trainer wirkte.
Hauptberuflich war Schleiter als Bankkaufmann im Devisenhandel tätig.
Weblinks Karlheinz Schleiter im eintracht-archiv.de
Einzelnachweise
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