Im Schatten der Weltstadt ist ein Kompilationskurzfilm von Albrecht Viktor Blum von 1930. Er stellt die Kontraste von reicheren und ärmeren Gegenden in Berlin dar.

Inhalt Der Film zeigt Straßen im wohlhabenden Berliner Westen und als Gegensatz dazu das Leben der Ärmsten in den östlichen Stadtteilen.

ZwischentitelBerlun Dokument. Die Zwanziger Jahre (7) Deutsches Historisches Museum, zum 15. und 17. Juli 2012 (PDF), Einführung von Jeanpaul Goergen Jede Großstadt, ob New York, London, Paris oder Berlin, verbirgt hinter ihrer schönen Weltstadtfassade Schattenseiten, die nur dem bekannt sind, der ihnen seine Anteilnahme widmet. Berlin ... wie es der Fremde sieht. Stadt und Dorf Berlin. „Alt-Berlin“ ist ein malerisches Idyll. Die Arbeiterviertel aber sind weniger idyllisch und malerisch. Kinder spielen auf der Straße, mitten in den Gefahren des Verkehrs ... denn die Höfe der sonnenlosen Mietskasernen sind ohne Licht und Luft. Das ist der „Zoo“ und der „Botanische Garten“ des Weddings. Wie schwarze, verräucherte Schornsteine. Leierkastenmänner bringen ein wenig Freude in die dunklen Hofschächte. Kinder wachsen auf in den düsteren Schluchten der Hinterhöfe. Spärlich und staubig sind die Plätze der Erholung. Auf Schuttplätzen lallen Betrunkene. In dunklen Ecken, hinter Zäunen, die Ärmsten der Armen. Alles dunkel – grau in grau – aber ... Unermüdlich dröhnt der Rhythmus der Arbeit. Schon früh helfen die Kinder den Eltern. Feierabend.

Hintergründe Im Schatten der Großstadt wurde von Albrecht Viktor Blum für die Prometheus Film des kommunistischen Münzenberg-Medienimperiums zusammengestellt. Er war einer von wenigen Filmen in dieser Zeit, die das Elend in einigen Berliner Gegenden zum Thema hatten.Kreimeier, 2015, S. 381, 388, mit weiteren Filmen, erwähnt auch S. 108, 166 Der Regisseur verwendete dafür Ausschnitte aus Filmen anderer Regisseure, vor allem aus Mutter Krausens Fahrt ins Glück (1929) von Phil Jutzi, jedoch ohne deren Genehmigung dafür vorher einzuholen.Tode, 2015, S. 541 Im Schatten der Weltstadt Berlinale 2012, (...) er montierte dokumentarisches Filmmaterial anderer Kameraleute zu neuen, überraschenden, auch schockierenden Sinnzusammenhängen. Dabei ging er oft kühn vor und scherte sich kaum um urheberrechtliche Belange Er war einer der letzten Stummfilme dieser Filmgesellschaft und erhielt am 27. Februar 1930 seine Zensurfreigabe.

1996, 1997, 2012, 2018 und 2019 wurde er wieder im Berliner Zeughauskino gezeigtUnter den Lunden 3. Teil Entscheidung am Tor Zeughauskino, zum 4. März 2018, auch Programmzettel zu den anderen Jahren , 2001 im Berliner Kino Arsenal, 2012 bei der Berlinale und beim Leipziger Dokumentarfilmfestival.Im Schatten der Weltstadt Filmportal und 2025 im Filmhaus Nürnberg. 2020 wurde er digitalisiert.

Bewertungen Der Filmpublizist und Regisseur Thomas Tode charakterisierte den Film 2015 so:

Im Informationstext der Berlinale hieß es 2012 über den Rdgisseur Albrecht Viktor Blum:

Literatur Klaus Kreimeier, Antje Ehmann, Jeanpaul Goergen (Hrsg.): Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland. Band 2. Die Weimarer Republik 1918–1933. Reclam, Stuttgart 2015. S. 541f. (mit Fotos), 649 (Index) und öfter (PDF)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1930 Kategorie:Kompilationsfilm Kategorie:Kurzfilm Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Stummfilm